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BR Wolfgang Kamptner

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Verkehr, Augarten, BürgerInnenbeteiligung

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Pratersternumbau: Schutz vor Lärm und Abgasen

01.10.2008 | Topstory, Demokratie, Verkehr/Bezirksentwicklung, Umwelt, Anträge, Rotensternviertel, Prater, Czerninviertel

Antrag der Grünen in der Bezirksvertretungssitzung vom 30.9.2008:

Die Bezirksvertretung Leopoldstadt ersucht den zuständigen Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr, dafür Sorge zu tragen, dass die derzeit am Praterstern in Bau befindliche "Pergola" dahingehend ergänzt wird, dass sie eine Funktion hinsichtlich des Schutzes der Menschen am Praterstern-Platz vor dem Lärm und den Abgasen der Autos auf der Praterstern-Ringfahrbahn erfüllt.


Begründung

 

Es mehren sich die Stimmen in der Bevölkerung und unter ArchitektInnen, die das zehn Meter hohe Stahlgerüst am Rande des westlichen Teil des Pratersterns - fälschlicherweise auch als Pergola bezeichnet - aus ästhetischen Gründen ablehnen. Noch schwerwiegender hingegen ist die vertane Chance, eine Begrenzung zu schaffen, die die Menschen am Praterstern-Platz vor dem Lärm und den Abgasen der Autos auf der Praterstern-Ringfahrbahn schützt.

Diese Funktion könnte z.B. die Pflanzung einer zusätzlichen Baumreihe zwischen dem Stahlgerüst und dem Platz erfüllen. Diese Maßnahme würde außerdem zu einer Verbesserung des Mikroklimas am Praterstern führen, was die Aufenthaltsqualität für Passanten und wartende Fahrgäste wesentlich erhöhen würde - v.a. an heißen Tagen.

---> abgelehnt von SP, VP und FP

 

Der SPÖ-Redner erklärt die Ablehnung seiner Fraktion damit, dass wegen diverser Einbauten (Kanäle, Schächte etc.) im Untergrund keine Bäume gepflanzt werden können.

Das ist eine Behauptung, die wir auf Grund fehlender Planeinsichtsmöglichkeiten weder verifizieren noch falsifizieren können. Dennoch ändern wir in der Sitzung den Antrag mündlich dahingehend ab, dass der 2. Absatz der Begründung zur Gänze entfällt (also auch die Baumreihe als Vorschlag). Damit sollte eigentlich der Grund für die SP-Ablehnung ausgeräumt sein. Dennoch lehnt die SPÖ auch den veränderten Antrag ab - ohne weitere Begründung.

In der Diskussion erklärt Bezirksvorsteher Kubik auch, dass es mit dem Architekten Boris Podrecca sehr schwer gewesen sei. Dieses Lamento gipfelt in Kubiks Aussage: "Podrecca kann ja gerne auf seine Gage verzichten, wenn er sich mit dem Platz nicht mehr identifizieren kann."

Interessant auch das Stimmverhalten der ÖVP. Obwohl ÖVP-Stadtrat Walter noch in der Woche vor der Wahl eine medienwirksame Aktion gegen die Pergola durchgeführt hat, stimmt die Bezirks-ÖVP unserem Verbesserungsvorschlag nicht zu. Ohne Begründung übrigens.

 







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