Adi Hasch
Themenbereiche:
Bezirksentwicklung, Grüner und Wurstelprater, Nordbahnhof, Schulen
> zum Profil
Den Gemeindebau wieder als Chance des Sozialen Wien entdecken!
20.09.2010 | Nordbahnhof, Verkehr/Bezirksentwicklung, Topstory
In der Leopoldstadt gibt es jede Menge Gemeindebauten und der Bezirk war auch immer ein wichtiger Platz und Aushängeschild für diese Form des „roten Wiens“. Mit Lassallehof und Sturhof waren wir von Anfang an mit dabei. Nach dem zweiten Weltkrieg war es wieder die Leopoldstadt, die viel Baugrund für ein notwendiges Wohnbauprogramm bereit stellte. Engerthstraße und Wehlistraße wurden mit Großprojekten urban gemacht.
Auch die großen Fehler des kommunalen Wohnbaus machten nicht vor dem Bezirk halt. Bei Großfeldsiedlung und Rennbahnweg wurden damals zeitgeistig Massensiedlungen ohne jede soziale Struktur errichtet. In der Leopoldstadt wurde der Handelskai 214 in diesem Sinne errichtet. Nachträglich mühsam eingerichtete Kommunikationsstrukturen, die leider wiederum in den letzten Jahrzehnten vernachlässigt wurden, konnten Abhilfe schaffen.
Mit dem Viktor-Frankl-Hof in der Zirkusgasse haben wir in der Leopoldstadt einen der letzten Gemeindebauten Wiens. Jetzt bedient die Stadt nur noch die gemeinnützigen Genossenschaften mit großzügigen Förderungen zum sozialen Wohnbau. Die Folge ist, dass sich in einer sich verändernden Arbeitswelt kaum noch ein junger Mensch den Baukostenzuschuß für eine Wohnung leisten kann.
Daher sind wir Grünen der Auffassung, dass sich die Stadt neue Formen des Kommunalen Wohnbaus überlegen muss. Das Beispiel des „Roten Wiens“ war wahrlich nicht das Schlechteste. Es ist eine Chance Wien wieder sozialer zu machen. Das Nordbahnhofgelände würde sich anbieten.
- Links:
Zurück zu: Verkehr/Bezirksentwicklung






