Adi Hasch
Themenbereiche:
Bezirksentwicklung, Grüner und Wurstelprater, Nordbahnhof, Schulen
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Heizt doch das Geld zum Fenster raus!
23.02.2009 | Topstory, Soziales/Gesundheit, Wirtschaft/Budget, Umwelt, Czerninviertel
Die Grünen machen Wiener Wohnen mit Messungen mit einer Wärmebildkamera Dampf und decken einen Skandal am Czerninplatz auf.
Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass sie viel Geld zum Fenster und durch die Wand hinaus heizen. Wir Grüne haben uns eine Wärmebildkamera gekauft und machen nun von verschiedensten Häusern in der Stadt Aufnahmen. Mit der Wärmebildkamera können Wärmeverluste durch schlechte Fenster und schlecht gedämmte Hauswände gut sichtbar gemacht werden. Diese Bilder zeigen ganz deutlich auf, wo Energie verschwendet wird. Vor allem die Gemeindebauten der 1960er und 1970er Jahre sind in einem desaströsen Zustand.
Das wissen auch die Verantwortlichen von Wiener Wohnen, aber sie handeln leider nicht danach.
So schnell kann es gehen…
Die Grünen Leopoldstadt haben z.B. auch den Gemeindebau Czerninplatz 7 fotografiert und die schlechte Dämmung des Baus einwandfrei festgestellt. Im Wärmebildfoto erkennt man sehr hohe Wärmeverluste über die Geschoßzwischendecke (kalte Füße) und bei den Trennwänden zwischen den Wohnungen. Bei gut isolierten Gebäuden sieht man diese Wände und Decken nicht.
Das besondere Schmankerl am Fall Czerninplatz 7:
Wr. Wohnen hat bereits 2004 die BewohnerInnen in Kenntnis gesetzt, dass eine thermische Sanierung des Gebäudes notwendig ist. Zitat aus einem Brief von Wiener Wohnen vom August 2004: "Der derzeitige Zustand Ihres Wohnhauses zeigt die Notwendigkeit einer Sanierung."
Seit Jahren zahlen die MieterInnen also einen um ca. 40% erhöhten Gesamtmietzins (!). Die Sanierung ist bisher jedoch noch nicht begonnen worden, die MieterInnen wurden immer nur auf unbestimmte Zeit vertröstet. Ein echter Skandal.
Am Fr., 13.2.09 am Vormittag habe ich nun mit dem Grünen Stadtrat David Ellensohn Messungen des Gebäudes durchgeführt und dies auch per Aushang angekündigt.
Noch am selben Tag (!) am Nachmittag verkündete ein Plakat der SPÖ (sic!) am schwarzen Brett des Gemeindebaus, dass der Fenstertausch und die Sanierung der Fassade noch im März begonnen werden soll.
So flott kann es gehen, wenn man den Herrschaften von der SPÖ nur etwas Dampf macht. Aber die Sanierung hätte schon längst passieren sollen. Das hätte den MieterInnen viel Geld durch niedrigere Energiekosten gespart.
Es darf nicht länger sein, dass in Zeiten von Wirtschafts- und Gaskrise das Geld der Menschen beim Fenster hinaus geheizt wird. Denn Investitionen in den Umweltschutz zahlen sich für die Menschen letztlich auch finanziell aus. In der Leopoldstadt findet man leider noch viele sanierungsbedürftige Gemeindebauten. Hier muss die Stadt Wien endlich Geld in die Hand nehmen.
Wenn Sie wissen wollen, ob auch in Ihrem Haus Energie verschleudert wird und wir auch Ihr Haus aufnehmen sollen, senden Sie bitte ein Mail an: adi.hasch@gruene.at
Dateien:
Waermebild-Czernin-Krone-220209.jpg
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