Wald bei Wasserwiese gerettet
03.03.2007 | Topstory, Verkehr/Bezirksentwicklung, Umwelt, Prater, Böcklinviertel, Schüttel
SPÖ und KleingärtnerInnen wollten bei der Wasserwiese ein kleines Wäldchen einem Parkplatz opfern. Das konnten wir verhindern.
Vor Jahren wurde in der Kleingartenanlage Wasserwiese im Prater ganzjähriges Wohnen erlaubt. Damals schon haben wir vor den negativen Begleiterscheinungen, wie eben der Parkplatznot gewarnt. Die Infrastruktur der Schrebergärten ist nicht für dauerhaftes Wohnen ausgelegt.
Nachdem im Umfeld der Wasserwiese bereits ein Spielplatz einem Parkplatz weichen musste und auch sonst rundherum viel Parkfläche geschaffen wurde, verfielen die SchrebergärtnerInnen auf die Idee, ein 1.200m2 großes Wäldchen einem Parkplatz für 70 Pkws zu opfern. Die SPÖ und Bezirksvorsteher Kubik unterstützten diesen Plan.
Nicht einmal die Tatsache, dass diese Waldfläche im Landschaftsschutzgebiet Prater liegt und dadurch geschützt sein sollte, beeindruckte sie wirklich. Wir bekämpften diesen Plan nun seit gut drei Jahren und hatten Glück, dass die BeamtInnen der MA22-Umweltschutzabteilung genug Rückgrat besitzen und die Rodungsbewilligung im Landschaftsschutzgebiet verweigerten.
Wir sind der Meinung, dass eine Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung auf das Gebiet der Wasserwiese – auch am Wochenende - genügend Parkplätze im Straßenraum für die KleingärtnerInnen freimachen würde. Schließlich stellen jetzt unter der Woche EinpendlerInnen aus ganz Ostösterreich bzw. Parkpickerlflüchtlinge aus dem Böcklinviertel dort ihren fahrbaren Untersatz ab. Das wäre mit einer Parkraumbewirtschaftung nicht mehr möglich.
Auch das Argument, dass die KleingärtnerInnen keine Parkbewilligung erhalten würden, stimmt nicht, wenn die Stadt Wien endlich ein flexibles Parkabgabegesetz erlassen würde.
Abschließend noch einmal ein Dankeschön an die MA22!
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