Platzhalter

Jutta Reichenpfader

Jutta Reichenpfader
> Email

> zum Profil

3 x Realitätsverlust der SPÖ im Schulbereich

30.03.2007 | Topstory, Bildung

Für die SPÖ haben´s die Schulkinder im Bezirk wunderbar. Derweil marschieren die Nova-SchülerInnen weiterhin zu Fuß zur Ersatzschule, bleibt der Hort in der Sperlgasse weiterhin hoffnungslos überlaufen und werden die Kinder in der Darwingasse weiter am Gang unterrrichtet.


Karikatur: Grünspecht

Draufklicken!

Wäre morgen Wahltag, dann müssten die Eltern der Leopoldstadt die SPÖ in die Wüste schicken. Denn diese agiert im Bezirk unter dem Einfluss eines äußerst folgenschweren Realitätsverlustes: für sie ist alles paletti, während draussen im Bezirk der Ärger wächst. Hier drei aktuelle Beispiele aus der Sitzung der Bezirksvertretung am Mittwoch zum besseren Verständnis.

Realitätsverlust 1: "Die Eltern der Volksschule Novaragasse sind auch ohne Shuttlebus zufrieden"

Zur Erinnerung: seit Jahrzehnten verhindert die in der Stadt alleine regierende SPÖ nun schon, dass die Schulen generalsaniert werden. Es wird gespart und nur mal hier, mal da saniert. Nun drohte in der Nova die Decke einzubrechen und sie wurde plötzlich geräumt. Den verunsicherten Schulkindern wurde aber von der Stadt keineswegs ein Gratis-Shuttlebus zur Verfügung gestellt, der sie in die 1,2 km entfernte Ersatzschule in der Leopoldsgasse bringen könnte. Sie werden von der SPÖ doppelt bestraft: erst hatte sie ihre Schule kaputtgespart, nun lässt sie sie auch noch mit dem neuen, langen Schulweg alleine. Mitleidende: die LehrerInnen und Eltern, die ihre Kinder zwei mal täglich hin und her begleiten müssen, da sie die Realität kennen. Sowohl die Bezirks-SPÖ als auch die Rathaus-SPÖ haben sich mit Händen und Füßen gegen einen von uns Grünen geforderten Shuttlebus gewehrt. Die Eltern seien soundso zufrieden mit der SP-Lösung: dem viel zu weit entfernten 5A. Und sie gehen eh gern zu Fuß. Die Beschwerden über die Müdigkeit der Kinder häufen sich in der Direktion. Die Zufriedenheit der Eltern ist also eine glatte Realitätsverweigerung. Ihr Ärger ist riesengroß.

Realitätsverlust 2: "Der SPÖ ist kein Bedarf nach Hortplätzen in der Volksschule Sperlgasse bekannt"

Zur Erinnerung: Erst letztes Jahr wurde von der SPÖ unter Protesten die Volksschule Leopoldsgasse geschlossen. Es seien zu wenige Anmeldungen vorhanden gewesen, so die erste Realitätsverweigerung der SPÖ. Seltsamerweise müssen seitdem die umliegenden Schulen pro Jahr eine zusätzliche Klasse aufnehmen und so ihre ohnehin schon beengten Schulgebäude auffüllen. Die Volksschule Sperlgasse ist eine der Schulen, die seit letztem Herbst drei erste Klassen hat. Da der hauseigene Hort aber nur 8-10 freie Plätze pro Jahr anbieten kann, muß ein Großteil der 75 neuen SchülerInnen abgewiesen werden. Sie rennen dann eben quer durch den Bezirk. Unser Antrag auf rasche Erweiterung des Hortes wurde von der SPÖ glatt abgelehnt: man kenne den Bedarf noch nicht und wolle erst drüber reden. Wer eine Schule zusperrt und dann so tut als ob es nun keine Probleme bei der Versorgung gäbe, der betreibt unserer Meinung nach Realitätsverweigerung. Der Ärger der neu einschreibenden Eltern wird verständlicherweise immer größer.

Realitätsverlust 3: "Das SPÖ-Lokal der Sektion 10 nimmt der Volksschule Darwingasse keinen Platz weg"

Diese Geschichte ist eigentlich so beschämend, dass es sogar einer Grünen die Röte auf die Wangen treiben würde. Die SPÖ lässt die Sache völlig kalt. Da werden in der Volksschule Darwingasse seit Jahren die Kinder am Gang unterrichtet, weil die SPÖ sich keine Trennwände leisten will. Am Nachmittag sitzen die Kinder dann mit dem Lernklub in den Klassenzimmern anstatt in einer entspannenderen Umgebung, weil die SPÖ ihnen keinen Raum geben mag. Den dringend benötigten Raum haben sich die Genossen nämlich für die Sektion 10 selber einverleibt. Um Anträge auf Kündigung der Mietverträge ablehnen zu könnten, suchte und fand die SPÖ bis heute eine bürokratische Lücke. Der Hinweis, dass sich hier eine politische Fraktion in einem Schulgebäude bei tatsächlicher Raumnot und auf Kosten der Kinder ein feines Nestchen gebaut habe, kostete die SPÖ nur ein Schulterzucken. Es gehört schon eine gehörige Portion Realitätsverweigerung dazu, sich ruhigem Gewissens in einer Schule breit zu machen.

Liebe Eltern, nicht traurig sein. Wir bleiben dran.






Zurück zu: Bildung
Druckversion
© Die Grünen Leopoldstadt, webdesign und Umsetzung: onscreen