Stadt Wien gesteht Fehler am Praterstern ein

23.03.2009 | Topstory, Verkehr/Bezirksentwicklung, Prater, Czerninviertel, Stuwerviertel, Volkertviertel

Letzte Woche war in der Zeitung zu lesen, dass die „Pergola“ am Praterstern nun doch begrünt werden soll. Wir freuen uns darüber, dass die Meinung der BürgerInnen offenbar hin und wieder doch Gehör findet.


Die Stadt Wien hat die Vorgaben
des Architekten nicht umgesetzt

Als letzten Herbst das Stahlgerüst, genannt „Pergola“, am Praterstern aufgestellt wurde und sich gleichzeitig herausstellte, dass es nicht nur viel zu hoch und zu teuer ist und auch sonst keinen erkennbaren Zweck erfüllt, war in den Medien und bei der Bevölkerung deutlicher Unmut zu merken. Wir Grünen starteten einen Ideenwettbewerb, was mit den Metallstehern denn noch alles gemacht werden kann. Neben einigen kuriosen Ideen, wie Hochschaubahn oder Riesenschaukel, waren viele Menschen der Meinung, dass dieses riesige Stahlgerüst wenigstens begrünt werden sollte, um dem Namen „Pergola“ gerecht zu werden. Von der Stadt Wien wurde behauptet, dass eine Begrünung vom Architekten nie vorgesehen war. Doch dieser bestritt dies.

Jetzt doch mehr grün am Praterstern!

... und die Erde dreht sich doch. Weil die verantwortlichen SPÖ-PolitikerInnen in dieser Stadt niemals auch nur den kleinsten Fehler zugeben, hieß es, es bleibt wie es ist. Sie hofften auch, dass die Zeit alle Wunden heilt und die Kritik früher oder später auch verstummen wird. Dem war allerdings nicht so. Je mehr der Platz Gestalt annahm, desto mehr wuchs auch die Kritik daran. Dann erst begann die Stadt Wien sich Gedanken zu machen, wie sie dieses verbockte Ding nun doch noch etwas beschönigen könne. So sollen die Grünflächen vergrößert werden und aus dem Büro der Magistratsabteilung 28 ist zu hören, es soll jetzt auch das Stahlgerüst mit Rankpflanzen begrünt werden.

Ob dies den Platz noch retten wird, ist zu bezweifeln. Aber die Stadt Wien ist wohl in Zukunft besser beraten, wenn sie solche Projekte bereits im Vorfeld in der Öffentlichkeit diskutiert und nicht im stillen Kämmerlein entscheidet. Sie soll endlich zur Kenntnis nehmen, dass die BürgerInnen dieser Stadt immer mündiger werden und nicht mehr an die Allmacht einer Partei glauben.






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