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BR Wolfgang Kamptner

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Lärmhölle Handelskai und Schüttelstraße

23.09.2008 | Demokratie, Verkehr/Bezirksentwicklung, Umwelt, Handelskai, Czerninviertel, Böcklinviertel, Schüttel

Ein negatives Begleitphänomen der Lkw-Maut auf Autobahnen sind die sogenannten Mautflüchtlinge, die auch Teile der Leopoldstadt zur Lärmhölle machen.


Lkw-Transit in der Leopoldstadt

Anfang 2004 wurden alle Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich mautpflichtig. Ein negatives Begleitphänomen sind die sogenannten Mautflüchtlinge. Diese Lkws weichen in das untergeordnete Verkehrsnetz aus, um Mautgebühren zu sparen. Die Asfinag schätzt, dass es sich dabei österreichweit um ca. 3.000 Lkws pro Tag handelt.

Viele Bundesländer haben bereits darauf reagiert und Fahrverbote für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen auf diesen Ausweichrouten erlassen, ausgenommen Ziel- und Quellverkehr.

Grüne fordern Maßnahmen gegen Mautflüchtlinge

Doch Wien ist anders. Die Grünen haben bereits 2005 im Gemeinderat Maßnahmen gegen die Mautflüchtlinge in Wien gefordert. Doch die SPÖ leugnet das Problem und behauptet, in Wien gäbe es keine Mautflüchtlinge.

Viele AnrainerInnen von Handelskai und Schüttelstraße, Untere und Obere Donaustraße berichten aber etwas anderes. Zu viele Lkws donnern durch diese Wohngebiete. Um die Maut auf der A22-Donauuferautobahn zu sparen, fahren die Lkws von der Südosttangente ab und durch die Leopoldstadt in Richtung Nordbrücke.

Die Lkw-Abgase machen die LeopoldstädterInnen krank!

Die negativen Begleiterscheinungen beeinträchtigen die Lebensqualität der LeopoldstädterInnen, Lärm und Erschütterungen lassen die AnrainerInnen schlecht schlafen. Die Abgase der Lkw machen krank. Besonders Dieselabgase sind wegen der Rußpartikel und der erhöhten Stickoxid-Emissionen extrem gesundheitsschädlich. Und auch das Sicherheitsrisiko steigt massiv an. Im Ortsgebiet erhöht sich laut Kuratorium für Verkehrssicherheit für Lkw das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, um das Sechsfache.

Die Lösungen liegen am Tisch

Die wirkungsvollste und einfachste Maßnahme gegen den Lkw-Wahnsinn ist die Ausweitung der Lkw-Maut auf das gesamte Straßennetz, wie in der Schweiz. Zusätzlich könnte man mit diesen Einnahmen die Freifahrt auf den öffentlichen Verkehrsmittel für Kinder, Lehrlinge und StudentInnen finanzieren. Doch Verkehrsminister Faymann ist leider gegen die Ausweitung. Solange er nicht einlenkt, muss die Stadt Wien ein Fahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen am Handelskai und in der Schüttelstraße erlassen, um die Bevölkerung zu schützen.

Leiden Sie auch unter dem Lkw-Verkehr?

Schreiben Sie uns, wir sammeln diese Beschwerden, um die SPÖ endlich zum Handeln zu bewegen: Die Grünen Leopoldstadt, 1070 Wien, Lindengasse 40 oder leopoldstadt@gruene.at

 





Dateien:
BG2-Flugi-Lkw-Laerm-0809.pdf


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