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Adi Hasch

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Themenbereiche:
Bezirksentwicklung, Grüner und Wurstelprater, Nordbahnhof, Schulen

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Patient Vorgartenmarkt - oder wird man mit etwas Schminke gesund?

08.07.2010 | Stuwerviertel, Topstory, Demokratie

In der letzten Bezirksvertretungssitzung Mitte Juni ging es wieder mal hoch her. Grund waren die Pläne zur oberflächlichen Sanierung des Vorgartenmarktes.


Trotz vieler Bemühungen so mancher
MarktstandbetreiberInnen führt der Markt
ein Schattendasein. Foto: Martin Juen

In Anträgen wurde mehr Information für die MarktstandlerInnen und AnrainerInnen gefordert, wie auch diverse „Behübschungen“ nach der Sanierung. Die SPÖ sprach sich als einzige Partei gegen diese Maßnahmen aus. Für sie ist - wie immer - und in Wahlzeiten noch viel mehr - ohnehin alles in Ordnung in dieser Stadt.

„Kranker“ Vorgartenmarkt - die „Operation“ beginnt noch 2010

Wir Grüne sehen die Maßnahmen zur oberflächlichen Sanierung als unzureichend und reine Kosmetik. Drei Standln werden aus dem Markt „geschnitten“, und dazu noch einige Rohre, Leitungen und ein Steinboden neu verlegt. Das war es dann auch schon. Für das äußere Erscheinungsbild der Stände reichen die Budgetmittel der Stadt nicht mehr, von einem schlüssigen Marktkonzept ganz zu schweigen. Einmal mehr bleibt die SPÖ hier am halben Weg stehen.

Halbherzige Politik

Es fehlt das klare Bekenntnis der herrschenden Politik zur Bedeutung des Markts als zentraler Nahversorger für die Bevölkerung des Stuwerviertels. Die Marktkosmetik kostet hunderttausende Euro. Das klingt viel, ist allerdings nichts im Vergleich zu den Mitteln, die die Stadt in das Stadioncenter gesteckt hat, sei es durch das fast geschenkte Grundstück, diversen Straßenbauten und der Stadioncenter-Zubringerlinie 82A. Zu nennen sind auch die personellen Verflechtungen der SPÖ-Granden mit dem Stadioncenter, das selbst unter mangelnder BesucherInnen-Frequenz leidet. Für den Vorgartenmarkt könnten selbst diese wenigen BesucherInnen zum endgültigen Todestoß werden.

Der Markt sucht neue „Märkte“

Der Vorgartenmarkt hat die Chance über das Stuwerviertel und die Lassallestraße hinaus eine wichtige Rolle zu spielen. Bei den Planungen des Nordbahnhofgeländes wurde wie üblich vergessen ein Nahversorgungskonzept mitzudenken. Dieses Versagen der Stadtregierung und des Bezirksvorstehers könnte ironischerweise eine Chance für den Vorgartenmarkt sein, wenn man ihn nur lässt. Die Gelegenheit dazu besteht, allein es fehlt der politische Wille der Herrschenden.

Wir, die Grünen, nehmen diese Herausforderung gerne auf und Sie liebe Leopoldstädterinnen und Leopoldstädter haben am 10. Oktober die Gelegenheit uns diese auch zu übergeben.







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