Uschi Lichtenegger
Themenbereiche:
Klubobfrau (Kultur, Frauen, BürgerInnenbeteiligung, Augarten, Nordbahnhof, Zusammenleben)
> zum Profil
Frau des Jahres 2011 – Petja Dimitrova
25.02.2011 | Topstory, Frauen, Kultur
Der von den Grünen Bezirksrätinnen Leopoldstadt mit 1.100 Euro dotierte Preis der „Frau des Jahres“ geht heuer an Petja Dimitrova. Die in Bulgarien geborene Künstlerin setzt sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen wie Minderheiten, Migration, Faschismus oder Rassismus auseinander und vernetzt Künstlerinnen, Kunstgruppen und NGOs.
Die Grünen BezirksrätInnen möchten Petja Dimitrova für ihr Engagement und vor allem für den Einsatz für Menschenrechte und gegen Rassismen Anerkennung aussprechen und danken.
Die Laudatio hält ihre Weggefährtin Luzenir Caixeta von maiz – autonomes Zentrum von&für Migrantinnen in Linz.
Mit:
- Alev Korun (Menschenrechtsprecherin der Grünen)
- Martina Wurzer (Frauensprecherin der Grünen Wien)
- Moderation: Uschi Lichtenegger (Klubobfrau der Grünen Leopoldstadt)
Anschließend laden wir zum Fest „10 Jahre Frau des Jahres“ mit Buffet, Musik und D-Janes. Musikalische Details am Ende des Artikels.
- Wann: Dienstag, 8. März 2011, 18:30 Uhr
- Wo: Architekturgalerie Ofroom, 1020 Wien, Taborstraße 18
Eintritt frei!
Kommen Sie und feiern Sie mit uns und mit Petja Dimitrova!
Petja Dimitrova
1972 in Sofia, Bulgarien, geboren, kam 1994 zum Studium an der Akademie der bildenden Künste nach Wien, schloss 2003 das Studium ab. Seit 2007 ist sie Universitätsassistentin in der Klasse für postkonzeptuelle Kunst an Kunstuni.
Medien wie Zeichnung, Video oder Plakat dienen Petja Dimitrova als Werkzeuge einer politischen Auseinandersetzung, die sich in den Themenfeldern von Migration und Antirassismus, Grenzregime und Bewegungsfreicheit, Frauen- und Homosexuellerechte bewegt.
Auch die Leopoldstadt, in der Sie seit einigen Jahren lebt, war schon Austragungsort von ihren Interventionen, 2006 im Stuwerviertel, „remapping mozart“, oder 2010 Display Praterstern,
Zahlreiche Teilnahmen an internationalen Kunstprojekten und Einzelausstellungen weisen Petja Dimitrova als sehr aktive Künstlerin bzw. Kulturarbeiterin aus.
Ihre vielfältige Kulturarbeit zeigt sie als Redaktionsmitglied von: Kulturrisse. Zeitschrift für radikaldemokratische Kulturpolitik. - igkultur.at/igkultur/kulturrisse, MO/ment. Gazette für Menschenrechte. www.sosmitmensch.at Und als Mitglied von europaweite Netzwerk Kritische Migrationsforschung und Grenzregime. borderregime.eu, Mitbegründerin von „MigrafonA“ Kollektiev für antirassistischer Offensieve, (ein comic-heft mit laufende Ausgaben), Mitbegründerin der “PaFoFaBri - PartisanInnenfilmforschungsbrigade”. Kollektiv zur Untersuchung visueller Darstellungsformen von PartisanInnen und AntifaschismuskämpferInnen im (ost-europäischen) Film.
Seit 2010 ist sie Vorsitzende der IG bildende Kunst. www.igbildendekunst.at
2008 Im Internationalen Jahr der Sprachen, schrieb Petja Dimitrova zum Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs:
»Wir« sind schon lange hier. Manche wurden vom Gastgeber (zum Arbeiten) eingeladen, manche als Zwischenstop am Weg woanders, manche weil schon ihre (Ur-)Urgroßeltern hierher gezogen sind, manche ... warum auch immer. Uns alle nennen »sie« Ausl... MigrantInnen. Wir leben hier und woll(t)en auch, dass alle miteinander was zu tun haben. Kommunizieren, sich befreunden, politisch handeln. »Wir« würden unsere Lebenserfahrungen und unser Wissen weitergeben. »Wir« möchten von einander lernen, miteinander aufbauen, verändern, entwickeln. Aufmerksam und gleichberechtigt! Und immer noch!...
»Wir« werden uns weiter der Verweigerung der politischen Integration von Migrantinnen entgegen stellen. »Wir« bestehen auf die Abschaffung der rassistischen Fremdengesetze, »die MigrantInnen systematisch schlechter stellen und eine permanente Destabilisierung ihres Daseins in Österreich darstellen«. Mehr mehrsprachige Schulen, Zugang zu Entscheidungspositionen, Anerkennung von mitgebrachten (Aus-)Bildungs (Abschlüssen). In diesem Sinne fordern »wir« »interkulturelle« Konflikte statt Mono, - Dialoge heraus. »Den Dialog« verweigern sobald er (weiter) die Macht der Dominanzkultur stabilisiert.“
Zu den Wahlen im Herbst 2010 zeigt Petja Dimitrova auf, dass alle, die hier leben, auch eine Stimme haben sollen. Mit Wahlwexel.at werden WienerInnen aufgerufen, ihre Stimme denjenigen zu leihen, die nicht wählen dürfen. Als weitere Reaktion darauf, verfasste sie u.a. die Stellungnahme "Ausschluss basta" mit, ausschlussbasta.wordpress.com, die rassistische Ausschlüsse und soziale Ungleichheiten angreift, auf die Bedeutung von gleichen Rechten für alle hinweist und vor allem die Sichtbarkeit migrantischer Stimmen in öffentlichen Debatten einfordert. Diese Initiative setzt sie mit viele anderen in durch der Aufruf der Transnationaler Migrant_innenstreik am 1.März fort. www.no-racism.net
Im März wird ein Ausstellungsprojekt von und mit Petja Dimitrova, Lina Dokuzovic, Eduard Freudmann, Can Gülcü, Ana Hoffner und Ivan Jurica., das dzt. in Innsbruck zu sehen ist, nach Wien ins WUK übersiedeln: „eine Arbeit die das, was sie reflektiert, nicht los wird“. Sie zeigt Auseinandersetzungen über Kontinuitäten und Brüche kolonialer, faschistischer und nazistischer Praktiken in Österreich.
Weitere genaue Angaben von den vielfältigen Arbeiten von Petja Dimitrova sind auf ihrer Homepage nachzulesen.
Musikprogramm am 8.März 2011
ELEONORE: EINE ERDIGE STIMME, TIEF AUS DEM HERZEN
Alles ziemlich bunt in ihrem Leben, typische Allroundkünstlerin! Sängerin, Songwriterin, CD Produzentin, Lehrerin (Gesang, Gitarre [ehemals Gitarrestudium am Mozarteum Salzburg); seit Mai 2010 diplomierte Bewegungspädagogin in der Franklin-Methode®; Handwerkerin, neuerdings Kettensäge-Schnitzerin, schokoladesüchtig, farbenfroh, lebensfroh.....
Genauere info zu den aktuell laufenden CD-Produktionen: Eleonore liegt in den Endzügen mit ihrer Produktion der CD „Schaasaigal“ (eine charmante Liebeserklärung an einen Brillenträger) und der CD „Beckenboden“ mit dem Projekt B.I.M. (steht für: Bewegung.Imagination.Musik) (www.bim.co.at)
Wer noch mehr wissen will: www.eleonore.at
Musikauswahl
- My love to the universe I (thin whistle - Komposition von Eleonore)
- Get here (Oleta Adams) => ein Lied, das von Sehnsucht handelt “Komm her, wenn Du kannst”…
- Far away (Kuhhorn - Komposition von Eleonore)
- Work song (Oscar Brown/Net Adderly) => da könnte die Moderatorin einen Bezug schaffen zu der lange dauernden Arbeit, welche die Frauenbewegung hinter & vor sich hat
- Mercedes Benz (Janis Joplin) => allseits bekannt, von einer Frau, die auch heute zu uns auf den Frauentag passen würde….
Zurück zu: Frauen(politik)






