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BR Wolfgang Kamptner

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Tariferhöhung bei Wiener Linien und ÖBB ab 1. Juli geplant

15.05.2009 | Topstory, Verkehr/Bezirksentwicklung, Soziales/Gesundheit, Wirtschaft/Budget

Mit 1. Juli sollen die Tarife der Wiener Linien schon wieder erhöht werden- die letzte Erhöhung ist gerade erst zwei Jahre her. Auch die ÖBB möchte die Tarife erhöhen. Die Grünen haben nun eine Kampagne gegen die Preiserhöhungen gestartet.


Die Öffis werden schon wieder teurer

In der aktuellen Wirtschaftskrise ist es ein völlig falsches Signal, die Öffis zu verteuern. Es geht jetzt v.a. darum, die Kaufkraft der Menschen zu stärken und sie nicht weiter finanziell zu belasten. Während die Banken, die an dem Ausmaß der aktuellen Wirtschaftskrise alles andere als unschuldig sind, zig-Milliarden Euro aus dem Budget bekommen, mutet die SPÖ-Stadtregierung der Bevölkerung teurere Öffis zu. Würde man nur einen kleinen Teil dieser Steuergeschenke in billigere und bessere Öffis stecken, hätten die Menschen mehr Geld im Börsel und die Qualität der Öffis in Wien könnte weiter steigen.

Das Öffi-Netz in Wien ist zwar vergleichsweise gut, aber insgesamt herrscht beim öffentlichen Oberflächenverkehr Stagnation im Angebot und bei der Qualität. Diese Mängel drücken sich in langen Intervallen, fehlender konsequenter Bevorrangung, zu wenig Niederflurfahrzeugen und die Einstellung von Linien aus.

Auch in der Leopoldstadt machen sich diese Mängel sehr negativ bemerkbar. Nach der Einstellung der Leopoldstädter Bezirkslinie 21 ist das Oberflächennetz nur mehr Stückwerk. Der Pseudo-21er-Ersatzbus 82A fährt meist als Geisterbus leer durch das Stuwerviertel und belastet die dortigen AnrainerInnen. Während der 21er angeblich aus betriebswirtschaftlichen Gründen eingestellt wurde, spielen diese Kosten bei den Ersatzbussen offenbar keine Rolle. Und die fehlende Bevorrangung der Linie 2 in der Taborstraße führt dazu, dass dieses Straßenbahnlinie oft im Stau steckt.

Weiters fehlt schon lange eine akzeptable Öffi-Verbindung zwischen dem Gaußplatz und der Taborstraße über die Obere Augartenstraße.

Eine Erhöhung der Tarife ist für uns Grüne völlig inakzeptabel. Wir werden uns vielmehr für eine spürbare Ausweitung des Öffi-Angebots einsetzen. In der Leopoldstadt bedeutet das u.a., dass der 21er im Bereich Praterstern-Schwedenplatz wieder fahren muss - am besten verknüpft mit einer anderen Straßenbahnlinie, die jetzt am Ring endet.

 

Machen Sie mit! Sie können jetzt auf den Webseiten der Wiener und der Bundesgrünen gegen die Tariferhöhungen bei Wr. Linien und ÖBB protestieren.

wien.gruene.at/oeffibox

www.gruene.at/oebb

 

 







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