Radstreifen Hollandstraße
24.03.2009 | Verkehr/Bezirksentwicklung, Anträge, Karmeliterviertel
Die Bezirksvertretung Leopoldstadt ersucht den Magistrat der Stadt Wien, den Radstreifen von der Hollandstraße kommend an der Kreuzung Salztorbrücke so vorzuziehen, sodass die RadfahrerInnen sich dort im Sichtbereich der wartenden KFZ befinden und nicht hinter diesen.
Im Zuge der Neumarkierung der Haltelinien am Kreuzungsplateau Hollandstraße/ Salztorbrücke wurde die Haltelinie des Radstreifen so zurückversetzt, sodass nunmehr die geradeaus fahrenden RadfahrerInnen hinter den ausfahrenden KFZ aus der dort situierten Garage zu stehen kommen.
Erst im Herbst 2008 hat es in der Leopoldstadt 3 tote RadfahrerInnen gegeben, bei allen 3 dieser tödlichen Unfälle steht zu vermuten, dass schlechte Sichtrelation erheblich zum Unfallhergang beigetragen hat.
Eine der Möglichkeiten, solche Unfälle zu vermeiden, liegt darin, den RadfahrerInnen das Verlassen von Kreuzungen im Sichtbereich von KFZ, dh -vor- diesen (und nicht hinter oder neben diesen), zu ermöglichen, und ist dies auch eine international bewährte Methode (Stichwort: "Aufgeblasene", "Vorgezogene" Fahrradstreifen).
Die derzeitige Streifenmarkierung an der nämlichen Kreuzung widerspricht diesen Erkenntnissen in eklatanter Weise.
Zu allem Überdruß erscheint es so, dass die Markierung auch deshalb so gewählt wurde, um den aus der Garage ausfahrenden und dann illegal rechts in die Donausstraße abbiegenden KFZ diese illegalen Manöver zu erleichtern. Hievon kann man sich dort täglich überzeugen.
Dieser Zustand steht im krassen Widerspruch zum Vorsatz der Stadt Wien, für mehr Vekehrssicherheit, insb. der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer, sorgen zu wollen.
Dieser Antrag ist der Verkehrskommission zuzuweisen.
Ergebnis:
Gegen die Stimmen der VP der Verkehrskommission zugewiesen.
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