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Markus Rathmayr

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Nahversorgung, Wirtschaftspolitik

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Frau Sima: Die Leopoldstadt dankt

13.10.2005 | Umwelt, Stuwerviertel, Soziales/Gesundheit

Weiter erschreckende Werte beim Kindergarten Venediger Au. Bei der U-Bahn-Baustelle wurde nichts verbessert. Ein lokales Problem kann nur lokal gelöst werden. Hier ist eindeutig die Baustelle schuld. Wasser und Sauberkeit sind die wirkungsvollsten Mittel.


Vom 11.10 bis zum 13.10 wurden erneut von uns Feinstaubmessungen in der Venediger Au beim Kindergarten durchgeführt. um das Argument der kurzfristigen Ausreißer zu entkräften wurde eben eine längere Periode gewählt und der 24h-Mittelwert ermittelt. Und siehe da dieser lag bei 96 Microgramm / m3, doppelt so hoch wie der aktuelle Grenzwert. Im morgendlichen Verkehr lagen die Spitzen bei 200 bis 300 Microgramm.

 


Placebo-Politik

Bis zum heutigen Tag haben Frau Sima und die Wiener Umweltschutzabteilung auf dieses Problem nicht reagiert. Zuerst wurde der Kopf in den Sand gesteckt, weil nicht sein kann was nicht sein darf. Die Werte seien nicht vergleichbar, der Messzeitraum zu kurz. Darüber wolle man überhaupt nicht diskutieren. Die Eltern des betroffenen Kindergartens wurden mit allgemeinen Phrasen mehr verärgert als beruhigt. Aktionspläne gab und gibt es keine.

Jetzt gibt es Placebo-Politik. es werde ohnehin alles getan und daher kann es gar keine besonderen lokal bedingten Überschreitungen geben. Kein einziges Mal wurde von der MA22 selbst gemessen.

 

 

Lokales Problem braucht lokale Lösungen

Die Messungen Ende September haben plakativ gezeigt, wie einfach das Problem gemildert werden könnte. Am Freitag 30.9 herrschten sehr feuchte Bedingungen. Die Tage zuvor hat es viel geregnet. Die Straßen waren somit sauber, die Luft feucht und siehe da, die Feinstaubbelastungen selbst im morgendlichen Stoßverkehr lagen weit unter dem Grenzwert. Mit zunehmender Trockenzeit stiegen die Werte wieder an und selbst am Sonntag früh waren die Werte höher als im Vergleichszeitraum des verkehrsintensiven Freitags. Am Montag - 4 Tage nach dem letzten Regenguss - waren die Werte im Frühverkehr wieder konstant über den Grenzwerten, Tendenz weiter steigend. Wie bereits vor einem Monat war auch diesmal wieder ganz klar das Ampel-Intervall (siehe Feinstaub-Rythmus).

Konsequentes Sauberhalten der Baustellen und der Straßenflächen rund um die Baustellen wirkt also Wunder. Es wäre endlich Zeit, die einfachen Maßnahmen zu setzen anstatt ständig die Schuld anderen zu geben.

 




Dateien:
Gesundheitsfolgen.pdf


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