Tempo 30 für alle LeopoldstädterInnen!
10.08.2006 | Verkehr/Bezirksentwicklung, Soziales/Gesundheit, Karmeliterviertel, Rotensternviertel, Alliiertenviertel, Volkertviertel, Stuwerviertel, Böcklinviertel
Es ist nicht nachvollziehbar warum die SPÖ hier zaudert und zögert.
Immer wieder gibt es in Wien und auch im 2. Bezirk Diskussionen, ob die Tempo-30-Zonen weiter ausgebaut werden oder nicht. Wir haben in der Bezirksvertretung bereits etliche Anträge auf flächendeckendes Tempo 30 in den Wohngebieten mit Ausnahme der Hauptstraßen gestellt. Mit einigen Anträgen waren wir bereits erfolgreich, wie im Rotenstern-, Czernin-, Stuwer- und Böcklinviertel.
Leider lehnt die SPÖ Tempo 30 für Volkert-, Alliierten- und Karmeliterviertel aus fadenscheinigen Gründen hartnäckig ab. Dabei haben die Experten der MA 46 (zuständig für Verkehrssicherheit) festgestellt, dass sich Verkehrsunfälle mit Verletzten in 30-km/h-Zonen um 30 Prozent reduzieren. Auch der Verkehrslärm wird durch diese Maßnahme beträchtlich vermindert. Für uns Grüne ist das der Beweis, dass jede Tempo-30-Zone einen Gewinn an Lebensqualität und Sicherheit bedeutet.
Die Leopoldstadt hinkt nach
Nach wie vor führt der 2. Bezirk bei den Tempo-30-Zonen ein stiefmütterliches Dasein. Lediglich 24,3 Kilometer des Gemeindestraßennetzes - das sind 29,4 Prozent - sind als Tempo-30-Zonen im Bezirk ausgewiesen. Vergleicht man dazu den 13. Bezirk, so sind es dort 96,4 Kilometer und 68,5 Prozent des Gemeindestraßennetzes mit sinnvoller Verkehrsberuhigung. Das dabei immer wieder verwendete Argument, dass es sich in Hietzing um Villenviertel handelt, halte ich nicht nur für überflüssig, sondern auch für zynisch.
Die Grünen Leopoldstadt werden sich daher weiter für Tempo-30-Zonen im gesamten Bezirk einsetzen.
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