Adi Hasch
Themenbereiche:
Bezirksentwicklung, Grüner und Wurstelprater, Nordbahnhof, Schulen
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Soziale Schieflage am Praterstern "Vertreiben ist keine Lösung"
09.07.2008 | Topstory, Soziales/Gesundheit, Verkehr/Bezirksentwicklung, Rotensternviertel, Prater, Volkertviertel, Stuwerviertel, Czerninviertel
Wir wollen den Praterstern als öffentlichen Treffpunkt gestalten und nicht als seelenlose Betonwüste.
Bericht von einer Grünen Aktion am Praterstern.
Folgendes Bild stellt sich am Praterstern dar: Rundherum brausen Autos. Die Bäume werden immer weniger, die Haltestellen immer komplizierter und mitten drinnen sitzen ein paar traurige Gestalten, die dort ihren Tag fristen. Sie sitzen am Boden und auf den Steinen, weil ihnen die Stadt Wien Sitzplätze weggenommen hat.
Aufwertung des öffentlichen Raums!
Die SPÖ Leopoldstadt hat offensichtlich den Praterstern als öffentlichen Raum aufgegeben. Es ist kein Verweilen mehr möglich. Nicht einmal für die auf die Straßenbahnen wartenden Personen stehen Bänke zu Verfügung. Deswegen haben wir Grünen vor ein paar Tagen auf die soziale Schieflage und den traurigen Zustand am Praterstern hingewiesen. Wir haben Bänke und Tische aufgestellt, Wasser angeboten, Schirme aufgespannt und die Menschen darauf hingewiesen, dass der Praterstern ihnen gerade endgültig weggenommen wird. Wir prangern an, dass auf diesem ehemals belebten Platz, die Menschen nur noch durchgeschleust werden. Viele Menschen haben positiv auf uns reagiert. Sie alle wollen ein soziales Miteinander. Keiner hat die Schuld auf die Arbeits- und Obdachlosen geschoben. Diese Zuteilung macht lediglich die FPÖ und offensichtlich die SPÖ. Sie hat nicht begriffen, dass öffentlicher Raum von den Menschen benötigt und gefordert wird. Der Praterstern wird geschliffen und die Menschen leiden darunter.
Menschenfreundliche Gestaltung
Die Grünen Leopoldstadt wollen am Praterstern Bänke und Bäume, die Schatten werfen. Wir wollen den Praterstern als öffentlichen Treffpunkt. Das Tegetthoffdenkmal wird z.B. als Treffpunkt benutzt. Warum müssen die Wartenden dort in der prallen Sonne sitzen, wohin sind die Bäume rund herum verschwunden? Die Grünen fordern begrünte Flächen und einen Wasserbrunnen und nicht zuletzt öffentliche Toiletten. Denn das Mindestmaß an Infrastruktur sichert auch einen sauberen Platz. Genug Mistkübel halten den Platz sauber.
Wir haben mit vielen Menschen gesprochen, und sie gaben uns Recht. Die SPÖ jedoch plant um viel Geld den Praterstern zu Tode, entgegen den Wünschen und Bedürfnissen der vielen Benutzer.
Wir Grüne stehen für eine soziale Politik, die die Bedürfnisse der Menschen wahrnimmt und darauf reagiert. Wir wollen eine Politik des Miteinander und des gegenseitigen Verständnis. Kein einziger Alkoholkranker findet den Weg in die Suchtberatung, weil man ihn am Boden sitzen lässt und ihm vermittelt, dass er in der Gesellschaft nutzlos ist. Deswegen muss eine effiziente Sozialpolitik in die Stadt Einzug halten und den Bedürfnissen aller Menschen Rechnung getragen werden. Das ist das eigentliche Problem der Stadt und das zeigt sich leider am Praterstern. Wir Grüne wollen das ändern.
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