Fußgängerampel bei der Kreuzung Praterstraße/Tempelgasse
18.12.2007 | Verkehr/Bezirksentwicklung, Anträge, Rotensternviertel, Czerninviertel
Die Bezirksvertretung Leopoldstadt ersucht den Magistrat der Stadt Wien, die Schaltprogramme der Fußgängerampeln über die Praterstraße (stadtauswärts gelegen) bei der Kreuzung Praterstraße/Tempelgasse auf eine Grünzeitenlänge von 1 Sekunde pro Meter Schutzweglänge - ohne Verlängerung der Umlaufzeiten - umzustellen.
Begründung
In ganz Wien gibt es viele Fußgängerampeln, deren Grünphasen nicht ausreichen, um langsamen FußgängerInnen, wie z.B. älteren Menschen, Menschen mit Behinderung und Kindern die Überquerung der Straße innerhalb der Grünphase zu ermöglichen. Gerade für diese VerkehrsteilnehmerInnen bedeutet ein zu rasches Umschalten der Ampel auf Rot eine unzumutbare Stresssituation. Die Tatsache, dass nach dem Ende der Grünphase die Räumphase folgt, ändert auch nichts daran. Weder ist das Wissen darüber in der Bevölkerung weit verbreitet, noch ist die Signalisierung der Räumphase optisch von der echten Rotphase zu unterscheiden.
Deshalb haben in den vergangenen Wochen nach einem Aufruf in einer Tageszeitung bis jetzt über 80 Menschen diesbezügliche "Problemampeln" in Wien gemeldet.
Im Verkehrskonzept der Stadt Wien, dem Masterplan Verkehr 2003, findet sich auf S.83 im Kapitel Maßnahmen die Formulierung
" Fußgängerfreundliche Ampelschaltungen. Anzustreben ist, dass auch eine langsame FußgängerIn, die zu Beginn der Grünphase die Fahrbahn betritt, die gegenüberliegende Straßenseite bei Grün erreicht. Die Grünzeitlänge in Sekunden sollte ident mit der Schutzweglänge in Metern sein."
Diese Zielvorgabe wird derzeit bei vielen Ampeln in der Leopoldstadt offenbar bei weitem nicht erreicht.
Eine dieser Ampeln befindet sich an der Kreuzung Praterstraße/Tempelgasse. Die Länge des Schutzweges für FußgängerInnen bei der Fußgängerampel über die Praterstraße beträgt 19 Meter, die Grünphase dauert (inkl. Blinken) aber nur 9 Sekunden.
-> Abgelehnt von SPÖ. Auch eine Zuweisung in die Verkehrskommission lehnten sie ab.
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