Adi Hasch
Themenbereiche:
Bezirksentwicklung, Grüner und Wurstelprater, Nordbahnhof, Schulen
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Bauprojekte im Augarten
23.09.2008 | Demokratie, Verkehr/Bezirksentwicklung, Kultur, Karmeliterviertel, Augarten, Rotensternviertel, Volkertviertel, Alliiertenviertel
Der Verein Freunde des Augartens und das Josefinische Erlustigungskomitee schrieben alle Parteien mit Fragen betreffend den Augarten an. Das sehr interessante Ergebnis dieser Befragung ist auf ihrer Homepage www.erlustigung.org nachzulesen. Machen Sie sich selbst ein Bild davon.
Ich habe die 3 Fragen im Namen der Grünen Leopoldstadt wie folgt beantwortet.
1) Werden Sie den Bau einer Konzerthalle im Augarten verhindern?
Ja - die Konzerthalle der Sängerknaben im Augarten will ich - soweit es in meiner Macht steht - verhindern. Die Grünen waren schon bisher die einzige Partei, die diesbezüglich auf den verschiedenen Ebenen, wie Bezirksvertretung, Gemeinderat und im Parlament, Initiativen gesetzt haben. Leider sind wir dabei immer auf ein kulturpolitisch konservatives Bollwerk unter Federführung der SPÖ gestoßen. Bürgermeister Häupl hat in einer seiner merkwürdigen Launen den Sängerknaben grünes Licht für diesen Bau zugesagt, was jetzt die gesamte SPÖ lähmt. Die Grünen unterstützen alle Initiativen der Zivilgesellschaft, die sich in dieser kulturpolitischen Auseinandersetzung für den Schutz des Augartens einsetzen. Ausdrücklich betonen möchte ich allerdings, dass die Grünen nicht gegen die Errichtung einer Konzerthalle für die Sängerknaben sind und daher den wenige hundert Meter entfernten Standort Nordwestbahnhof vorgeschlagen haben.
2/ Werden Sie verhindern, daß an den beiden Flaktürmen des Augartens kommerzielle Projekte, wie das sogenannte Hochsicherheits-Datencenter, realisiert werden?
Ja - selbstverständlich werde ich mich weiterhin gegen diesen Schwachsinn zur Wehr setzen. Es geht nicht an, dass in einem der wichtigsten Erholungsgebiete der Brigittenau und der Leopoldstadt ein Industriekomplex errichtet wird. Es liegt in der Hand der SPÖ, diesen Wahnsinn zu beenden, doch deren Position zu dem Projekt ist eher unklar. Auf Grund der sensiblen Lage der beiden Flaktürme im Augarten sprechen sich die Grünen ganz deutlich gegen jede Kommerzialisierung der Flaktürme aus.
3/ Werden Sie sich für eine rasche Umsetzung und Weiterentwicklung des „Leitbild Augarten und Umfeld“ unter Einbindung der Bürgerinitiativen einsetzen?
Ja. Schließlich geht der Prozess auf eine Grüne Initiative im Wiener Gemeinderat zurück. Daher sind wir auch für die rasche Umsetzung - aber auch Weiterentwicklung - der Ergebnisse aus diesem Leitbildprozess. Im Gegensatz zu anderen Parteien gehört es zum Grünen Selbstverständnis, Politik in einem partizipativen Prozess mit der Bevölkerung zu gestalten. Eine Nichtumsetzung dieser Ergebnisse wäre eine Ohrfeige für die vielen Menschen, die sich an diesem demokratischen Prozess beteiligt haben.
Dateien:
BG2-Flugi-Augarten-0809.pdf
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