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Martin Köck

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Verkehr, Alternative Energien, Bezirksentwicklung

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Einladung zum Energiewende-Filmabend: "The power of Community"

27.05.2008 | Topstory, Karmeliterviertel

Wir zeigen 2 Filme zum Thema "Energiewende": "The power of Community - How Cuba survived Peak Oil", und "About the Ciclovia Project".

 

Der Ölpreis steigt weiter rasant, "Peak Oil" ist offenbar Realität geworden. Welche Lösungen gibt es?


 

Die Geschichte des Ölpreises 

Jahrzehntelang hat sich der Ölpreis kaum bewegt: Abgesehen von 2 Krisen (1973, 1980) ist er gleichmässig und sehr moderat angestiegen, und wir alle haben uns dran gewöhnt, dass die Menge Öl, die wir brauchen, immer mehr wird, und defakto gratis ist: So hat bis vor kurzem 1 Kilowattstunde Energie (das ist etwa vergleichbar mit der Arbeitsleistung, die ein Mensch pro Tag verrichtet) aus Erdöl ca 0.01€ gekostet ...

 

Würden Sie für 0.01€ am Tag arbeiten?

Natürlich würde niemand auf die Idee kommen, für 0.01€ pro Tag zu arbeiten, beim Öl jedoch war es selbstverständlich und bequem, und hat vor allem den Industrienationen zu einem unglaublichen Reichtum verholfen.

Erst Anfang dieses Jahrtausends begann sich der Ölpreis aus seinem Dämmerschlaf zu erheben und liegt jetzt mit 130$/Barrel mit 0.05€/kWh zwar 5x so hoch wie noch vor 6 Jahren, aber dazwischen liegen auch $-Abwertung, Inflation, Effizienzsteigerung etc, dh die Frage ob das "viel" ist, ist sehr relativ: Der Aufschrei scheint vor allem deshalb gewaltig, weil etwas, an das wir uns selbstverständlich gewöhnt haben, gefährdet scheint: Die wertvollste Energiequelle, die wir je hatten, als billiges Erdöl in jeder beliebigen Menge zur Verfügung zu haben.

 

Die Entwicklung des Ölpreises einmal anders: Der Zusammenhang zwischen Preis und Menge

Diese Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen Ölpreis und verbrauchter Menge, die große "Schlinge" zeigt dabei eine Phase der sog. "demand destruction", also der Zeit -- bisher einmalig in der Geschichte --  in der sich der Ölverbrauch reduziert hat. Dies war vor allem in der Phase des Krieges Irak-Iran (1980ff) von einer weltweiten Rezession, also schrumpfender Wirtschaftsleistung, begleitet.

Seit spätestens 2006 scheint es nun so, dass der Ölpreis trotz nur mehr leicht steigendem Ölverbrauchs regelrecht zu explodieren scheint -- selbst der 100$-Punkt in der Grafik ist mittlerweile schon wieder Geschichte. In den Medien sind die Schuldigen schnell gefunden: mit den "Spekulanten", "Rebellen in Nigeria" und "den Chinesen" werden dabei bestenfalls Nebenschauplätze entdeckt.

Die Hinweise verdichten sich, dass die derzeitige Erdölproduktion von ca 87 Millionen Barrel pro Tag, einfach nicht mehr steigerbar ist, obwohl der Bedarf weiter zunimmt.

 

Was bedeutet das für uns?

Für uns bedeutet das, dass wir endlich unser Leben auf das Zeitalter nach dem Ende des billigen Erdöls umstellen sollten. In diesem Zusammenhang rückt ein Land in den Blickpunkt des Interesses, das bereits einen "Peak-Oil" erlebt hat: Kuba musste in den 1990ern aufgrund des Wegfalls von billigem russischen Erdöl seine Landwirtschaft, sein Verkehrswesen, sein Bildungssystem etc massiv umstellen, und hat dabei interessante Erfahrungen gemacht.

 

Wie hat Kuba "special period" (1990er Jahre) gemeistert? Und was davon hat Bestand?

Wir möchten diese Erfahrungen und ihre mögliche Übertragbarkeit auf Europa mit Ihnen anlässlich eines Filmabends diskutieren, an dem wir den Film "The Power of Community" zeigen werden.

Wann: MI, 4.Juni, 19:30

Wo: Galerie Ofroom, Taborstrasse 18

Zur Diskussion werden auch Experten anwesend sein, die die Situation in Kuba und Kolumbien (als Vorfilm zeigen wir einen kurzen Film über Kolumbien/Bogota "About the Ciclovia Project") vorort kennen.

Beide Filme sind leider nur in Englischer Sprache ohne deutsche Untertitel verfügbar, das Englisch ist allerdings leicht verständlich. Der Eintritt ist FREI.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 






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