Grüne Wien empört über drohenden Skandal im Augarten
19.04.2007 | Topstory, Demokratie, Augarten
Frotzelei der BürgerInnen und der Kulturpolitik
Empört reagieren heute die Grünen Wien, nachdem aktuellen und unbestätigten Meldungen zur Folge die Entscheidung, wer am Augartenspitz einen Kulturbau errichten soll, zugunsten der Sängerknaben gefallen sei. Grün-Gemeinderat Schreuder bezeichnet dieses Vorgehen "als Frotzelei der Kulturpolik". Schreuder: "Die Kulturpolitik hat sich in dieser Frage noch überhaupt nicht zu Wort gemeldet. Was will etwa Stadtrat Mailath-Pokorny? Es können doch nicht ein Finanz- und ein Wissenschaftsminister im Alleingang über den den ersten Wiener Kultur-Neubau seit dem Museumsquartier alleine entscheiden, während der Bürgermeister bloß abnickt. Dies gilt insbesondere seit beide Projekte, also auch das Filmkulturzentrum von Filmarchiv und Viennale, ausfinanziert, sind."
Schreuder fordert einen sofortigen Stopp aller Entscheidungen: "Die AnrainerInnen wurden noch überhaupt nicht gefragt! Will man ein touristisch attraktives Haus für die ‚Botschafter im Matrosenanzug' oder ein Filmkulturzentrum? Im Planungsausschuss des Wiener Gemeinderats wurde gestern die Entwicklung eines Leitbildes für den Augarten beschlossen. Fährt die Politik - allesamt Nicht-KulturpolitikerInnen inklusive Bürgermeister - da einfach drüber?"
Gretner befürchtet BürgerInnenbeteiligungs-Farce
Die Planungssprecherin der Grünen Wien, Sabine Gretner ergänzt: "Es kann nicht sein, dass die BürgerInnen konstruktiv bei einem Leitbildprozess teilnehmen sollen und gleichzeitig die Baukräne auffahren, deshalb fordern wir die Stadt Wien auf, keine Baubewilligung zu erteilen, bis der Leitbildprozess - laut Plan im Mai 2008 - abgeschlossen ist. Der Prozess mit BürgerInnenbeteiligung wäre sonst eine Farce". Die Grünen Wien unterstützen jedenfalls vollinhaltlich die Anliegen der BürgerInnen vor Ort.
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