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Adi Hasch

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Themenbereiche:
Bezirksentwicklung, Grüner und Wurstelprater, Nordbahnhof, Schulen

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Radsicherheitsgipfel Leopoldstadt mit mageren Ergebnissen

18.11.2008 | Topstory, Verkehr/Bezirksentwicklung, Alliiertenviertel

Der Gipfel wurde als Konsequenz der gehäuften tödlichen Rad-Unfälle der letzten Wochen abgehalten. Konkrete Ergebnisse gibt es keine.


Ghostbike-Aktion der IG Fahrrad
an der Unfallstelle

Für den gefährlichen Radweg in der Taborstraße, auf dem vor 3 Wochen ein 74-jähriger Radfahrer gestorben ist, gab es im Zuge der Diskussion noch immer keine Lösung. Die Ankündigung einer Ortsverhandlung ist ja schön und gut, aber noch lange keinen Garantie für eine echte Sanierung des Radwegs.

Es ist aber erfreulich, dass einige Experten des Radgipfels den Grünen Vorschlag einer Umwandlung des Radwegs in Radstreifen auf der Fahrbahn befürworten.

Im Gegensatz zu SP-Bezirksvorsteher Kubik, der nach dem Gipfel in einer Presseaussendung behauptete, dass bauliche Mängel der Radwege keine Schuld an den Unfällen hatten, sind wir anderer Meinung. In der Taborstraße gibt es einen Zweirichtungsradweg auf dem Gehsteig und schlechte Sichtbeziehungen zum motorisierten Individualverkehr. Deshalb haben wir bereits 2002 in einem Antrag verlangt, dass der Radweg an dieser Stelle entschärft werden muss. Außer einigen kleinen Korrekturen geschah aber nichts.

Wir verlangen nun, dass es in der Leopoldstadt in Zukunft keine Gehsteig- und Zweirichtungsradwege mehr geben darf – mit Ausnahme der mehrspurigen Einbahn am Donaukanal. Die meisten Unfallhäufungspunkte befinden sich auf solchen Radwegen. Mittelfristig müssen daher diese gefährlichen Radverkehrsanlagen durch Fahrbahnlösungen ersetzt werden.

Wichtig ist auch eine Durchführung einer Image- und Werbekampagne der Stadt Wien für das Radfahren. Diese muss sich an alle Verkehrsgruppen gesondert richten und soll mithelfen, die Sicherheit und den Radfahranteil zu steigern. Es freut mich, dass es in diesem Punkt unter allen TeilnehmerInnen des Radgipfels Konsens gegeben hat, denn mit dieser Kampagne könnte der Radverkehrsanteil effektiv gesteigert werden. Je mehr RadfahrerInnen auf Wiens Straßen fahren, desto sicherer sind sie unterwegs. Schließlich müssen auch alle Einbahnen im Nebenstraßennetz für den Radverkehr geöffnet werden und noch mehr verkehrsberuhigte Zonen und „Shared Space“-Zonen eingerichtet werden.

Positiv war beim ExpertInnengipfel sicherlich auch der Konsens darüber, dass die in letzter Zeit vorgebrachten Vorschläge wie Nummerntafeln, Warnwesten- und Helmpflicht von den TeilnehmerInnen einhellig abgelehnt wurden.

 





Dateien:
RW-Taborstrasse-Entschaerfung-0902.doc


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