Adi Hasch
Themenbereiche:
Bezirksentwicklung, Grüner und Wurstelprater, Nordbahnhof, Schulen
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„Papstlösung“ für die EURO 2008
26.03.2008 | Topstory, Verkehr/Bezirksentwicklung, Handelskai, Prater, Stuwerviertel
Das Verkehrskonzept der Stadt Wien für die EURO 2008 hat einen großen Schwachpunkt. Es lockt die MatchbesucherInnen mit vielen Gratisparkplätzen direkt beim Stadion an. Das wird nicht funktionieren.
In wenigen Wochen geht die Fußballeuropameisterschaft über die Bühne. Eine Veranstaltung, auf die sich viele Menschen freuen, die aber auch viele Menschen im 2. Bezirk mit Sorge erfüllt.
Neben der hoffentlich unbegründeten Angst vor Randalen befürchten BewohnerInnen rund um den Prater ein Verkehrschaos an den Spieltagen.
Unerträglicher Zustand
Uns sind diese Sorgen längst bekannt und wir warten nun schon seit Monaten auf taugliche Vorschläge von Seiten der Stadt Wien. Die bisherigen Vorschläge waren vom Geist „Alles wird gut und wenn es schief geht, ist die UEFA schuld“, geprägt. Für uns ein unerträglicher Zustand. Daher haben wir in der letzten Bezirksvertretungssitzung die sogenannte „Papstlösung“ vorgeschlagen, damit die negativen Auswirkungen der EURO 2008 für die AnrainerInnen in einem erträglichen Ausmaß bleiben.
Was ist die „Papstlösung“?
Viele BewohnerInnen des Bezirks werden sich noch an den Papstbesuch Anfang der 80iger Jahre im Praterstadion erinnern.
Die Verkehrslösung von damals: Allen anreisenden Gläubigen wurde bereits im Vorfeld klar gemacht, dass sie es erst gar nicht versuchen sollten, mit dem eigenen Pkw in die Nähe des Stadions zu fahren. Das Gebiet war großräumig abgesperrt und die Zufahrt nur für AnrainerInnen erlaubt. Es hat gut funktioniert. Heute wären die Kontrollen noch leichter, da viele Autos ohnehin ein Parkpickerl besitzen. Ja, diese Maßnahme kostet Geld. Aber wenn es stimmt, dass die EURO ein riesengroßer Gewinn für Wien ist, kann man die Kosten für vernünftige Lösungen doch leicht aufbringen.
Leider haben SPÖ, ÖVP und FPÖ unseren Vorschlag zum Wohle der BewohnerInnen einmütig abgelehnt. Wenn es schief geht, steht für sie - siehe oben - der Sündenbock bereits fest.
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