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Gerda Medek

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Feinstaub: Taborstraße ist noch immer traurige Spitzenreiterin

11.05.2006 | Topstory, Umwelt

In der Taborstraße wurde an der Feinstaub-Meßstelle seit Jänner schon 58 mal der Grenzwert überschritten. Wir haben heute vor Ort informiert, was das bedeutet.


Foto: Kamptner

Feinstaub: unsichtbar und lebensgefährlich

Zig Studien, auch solche der Stadt Wien, belegen die akute Gefahr des Umweltgiftes Feinstaub. Dennoch wird vonseiten der Bezirks- und Stadtregierung verharmlost, vertuscht und zu wenig unternommen.

Daher machen wir Grüne ständig Druck, heute informierten wir die LeopoldstädterInnen vor Ort: direkt an der Luftgüte-Meßstelle Taborstraße. Wir wollen, dass an der Meßstelle die Feinstaubkonzentration in Kinderwagenhöhe gemessen wird, weil das der Realität entspräche. Und, dass in Zukunft alle Werte öffentlich abgelesen werden können. Für Ihre Sicherheit.

Schon mehr Überschreitungstage als zulässig

Stellen sie sich vor: in unserem Bezirk gab es seit erstem Jänner dieses Jahres schon doppelt soviele Überschreitungen des höchstzulässigen Grenzwertes, als die EU innerhalb eines ganzen Jahres erlaubt. Eigentlich ein Skandal.

Wir haben in der letzten Umweltkommission Antworten von der MA22, der für die Umwelt zuständigen Magistratsabteilung, und der Bezirks-SPÖ verlangt: die Antworten waren: man müsse die Ursachen noch klären und es sei ja alles sehr kompliziert. Uns macht so eine Ignoranz krank.

Risiko für Babys, Kinder und ältere Menschen

Feinstaub ist ein Gemisch von verschiedenen Teilchen, die so klein wie Bakterien und daher unsichtbar sind. Am gefährlichsten sind jene, die kleiner als 10 Mikrometer sind und aus Ruß bestehen: sie stammen aus dem Auspuff der Dieselautos, die keinen Filter eingebaut haben.

Feinstaub wird eingeatmet und dringt tief in Ihre Lunge ein und gelangt über das Blut in den ganzen Körper. Feinstaub macht krank und ist tödlich.

Hauptschuld ist der Verkehr, besonders Dieselautos

Zweitgrößter Verursacher sind die Baustellen. In der Leopoldstadt wird allerorts mit Hochdruck gebaut. Auf umweltfreundliche Abwicklung scheint der Bezirksvorsteher dabei keinen Wert zu legen: Der enorme Verkehr durch Diesel-LKW, die ein Vielfaches an Russteilchen in die Luft blasen, und permanente Staubverfrachtung verschärfen die Luftverschmutzung nachweisbar.

Graz: den BürgerInnen reicht es

In Graz ziehen inzwischen BürgerInnen vor Gericht, weil die Stadt zuwenig unternimmt. Wir informieren demnächst über die Ergebnisse dieser Verfahren. Wir werden jedenfalls nicht locker lassen, versprochen.





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