Die WU kommt!
10.12.2007 | Topstory, Verkehr/Bezirksentwicklung, Bildung, Prater, Handelskai
Die Wirtschaftsuni wird Infrastruktur, Nahversorgung, Wohnraum, städtische Lebendigkeit und vieles andere in der Leopoldstadt nachhaltig beeinflussen. Um bereits in der Ausschreibung die Ziele des Bezirks nicht zu kurz kommen zu lassen, haben die Grünen einen Leitfaden für die Ausschreibung des Wettbewerbs erstellt.
Nach der am 1. Oktober 2007 bekannt gewordenen Standortentscheidung, die Wirtschaftsuniversität an der Messe-Südportalstraße anzusiedeln, werden voraussichtlich noch dieses Jahr die Unterlagen für die Wettbewerbsteilnehmer/innen zur Ideenfindung für den Neubau einer Universität mit 22.000 Studienplätzen ausgegeben.
Diese Standortwahl ist eine weitere große Chance für den zweiten Bezirk. Infrastruktur, Nahversorgung, Wohnraum, städtische Lebendigkeit und vieles andere werden dadurch nachhaltig beeinflußt. Um bereits in der Ausschreibung die Ziele des Bezirks nicht zu kurz kommen zu lassen, haben die Grünen Leopoldstadt zusammen mit Gemeinderätin Sabine Gretner einen Leitfaden für die Ausschreibung des Wettbewerbs erstellt.
„Grünes 10 Punkte Programm zur Ausschreibung des Wettbewerbsverfahrens für die neue Wirtschaftsuniversität (WU)“
1. Analyse des umgebenden Stadtgebietes als Grundlage. Schaffung von sinnvollen Verbindungen und Synergien mit dem Ziel einer guten Verzahnung mit- und Aufwertung des Umfeldes.
2. Offene Struktur statt geschlossenem Campus mit ortsverträglicher Dichte
3. Lebendige, flexibel nutzbare Erdgeschosszonen schaffen, die allgemein nutzbar sind und eine Belebung des Universitätsgeländes auch in Ferienzeiten ermöglichen
4. Qualitative Freiraumplanung unter der Prämisse: Durchlässigkeit, keine Barrieren, kurze Querungsmöglichkeiten und qualitative Gestaltung mit innovativer Möblierung
5. Grün- und Freiflächen für die Studierenden, Lehrenden und BesucherInnen am Areal
6. Ökologische Qualitätsstandards
- Tageslicht als primäre Lichtquelle
- Regenwassernutzung
- Passivhausstandard / sollte ein gemeinsamer Antrag werden
- Solar Cooling
- begrünte nutzbare Dachterrassen
7. Verkehrsorganisation
- Maximale Reduktion der Pflichtstellplätze aufgrund der Nähe zum Erholungsgebiet Prater,der sehr guten ÖV Anbindung und der unausgelasteten vorhandenen Parkhäuser in unmittelbarer Nähe
- Synergien mit Parkhäusern der Wiener Messe, bspw. Pflichtstellplätze anmieten
- interne kurze Wege
- großzügige Fahrradabstellplätze
- City Bike Station und internes Radangebot
8. Sommernutzung und Ganzjahresbetrieb
9. Beteiligung von Studierenden und Lehrenden an der Planung
10. Vorzeigeprojekt für barrierefreie, gendergerechte und ökologische Planung
Es macht Sinn, die Entwicklung WU-Standort für den Bezirk schon jetzt mitzugestalten. Wir haben deswegen bereits urgiert, dies in der Bezirksentwicklungskommission zu thematisieren, und bleiben weiterhin für Sie am Ball.
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