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Adi Hasch

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Themenbereiche:
Bezirksentwicklung, Grüner und Wurstelprater, Nordbahnhof, Schulen

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Einstellung des 21ers endgültig fix

08.03.2007 | Topstory, Verkehr/Bezirksentwicklung, Wirtschaft/Budget, Karmeliterviertel, Augarten, Handelskai, Rotensternviertel, Prater, Volkertviertel, Stuwerviertel

Trotz Garantieerklärung des Bezirksvorstehers wurde dem 21er gestern der Todesstoß versetzt. Das Brechen von Wahlversprechen hat bei SPÖ offenbar auf allen Ebenen Methode - nicht nur bei den Studiengebühren.


"21er? - brauch ma net!"

Wir haben leider recht behalten: Die Straßenbahnlinie 21 wird im Mai 2008 wegen der angeblichen Parallelführung zur neuen U2 auf der gesamten Länge eingestellt. Das haben Bezirksvorsteher Kubik und die Wiener Linien endlich offen zugegeben .

Leider war das Wahkampfversprechen des Bezirksvorstehers für den Erhalt des 21ers nichts wert. Aber welchen Wahrheitsgehalt soll man sich schon von einer Presseaussendung vier Tage vor einer Wahl erwarten, deren einziger Zweck es war, nicht noch mehr WählerInnenstimmen zu verlieren? Darin garantierte Bezirksvorsteher Kubik wortwörtlich, dass "es selbstverständlich auch nach der Öffnung der U2 eine Straßenbahnverbindung zwischen Praterstern und Schwedenplatz geben wird". Doch selbst der Sprecher der Wiener Linien erklärte, dass ein Erhalt des 21ers für die Wiener Linien nie eine realistische Option war.

Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass der Erhalt einer Straßenbahnverbindung zwischen Praterstern und Schwedenplatz für die BewohnerInnen des Grätzels rund um die Heinestraße die bessere Lösung darstellt, als der "behauptete" Ersatz durch den Bus 80A. Der Bus 80A soll ab Mai 2008 vom Praterstern weg durch die Wohngebiete tingeln. Im 10 Minuten-Intervall und nur bis zur U2-Station Obere Augartenstraße. Diese Änderung stellt eine massive Verschlechterung für den öffentlichen Verkehr in der Leopoldstadt dar. Unter anderem bringt die Ausdünnung der Straßenbahnintervalle in der Taborstraße Nachteile für AnrainerInnen und Geschäftsleute. Zum Schulzentrum in der Kl. Sperlgasse und zum Bezirksamt werden nur in der Früh einige Busse verlängert, nicht jedoch am Nachmittag. Das führt zu unattraktiven Umsteigezwängen und Wartezeiten.
Daher beharren wir auf unserem Kompromissvorschlag, den 21er ein Jahr länger in Betrieb zu lassen, um den tatsächlichen Bedarf für eine Straßenbahn zu erheben.

Wir haben die Einstellung des 21ers in den letzten Jahren massiv bekämpft, uns aber gegen die Sparphilosophie von SPÖ und Wiener Linien leider nicht durchsetzen können. Wir wurden sogar aus der Arbeitsgruppe U2 ausgeladen, weil uns die SPÖ offenbar als Störfaktor wahrnimmt. Wir werden uns davon aber nicht abhalten lassen, die Bevölkerung weiterhin über negative Entwicklungen im Bezirk zu informieren.




Dateien:
U2-Oberflaechennetz_05-2008-WL.pdf


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