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Adi Hasch

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Bezirksentwicklung, Grüner und Wurstelprater, Nordbahnhof, Schulen

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Praterdisco ohne Genehmigung

21.10.2008 | Demokratie, Topstory, Verkehr/Bezirksentwicklung, Umwelt, Prater, Stuwerviertel

Wie wir letzte Woche aufgedeckt haben, hat die Riesendisco im Prater noch keine Betriebsanlagengenehmigung. Dennoch möchte sie morgen aufsperren. Es wird spannend, wie die Behörde auf diesen Rechtsbruch reagiert.


Was bringt die Disco der Leopoldstadt?

Die neue Disco beim Riesenradplatz soll die fünftgrößte Europas sein. 2.500 bis 3.500 Menschen sollen darin Platz haben. Morgen, Mi., 22.10. um 22 Uhr soll sie ihre Pforten aufsperren. Diese Ankündigung findet sich flächendeckend auf vielen Werbeflächen in ganz Wien. Die Augenscheinsverhandlung für die Genehmigung der Betriebsanlage findet jedoch erst am Mo., 27.10. um 9 Uhr statt. Danach kann die Behörde, das Magistratische Bezirksamt für den 2. Bezirk erst entscheiden, ob die Disco überhaupt behördlich genehmigt wird.

Wenn die Disco aber diese Woche bereits in Betrieb geht, ist das klar gesetzwidrig. Jeder Würstelstandbetreiber in Wien muss die Behördenauflagen genau einhalten und braucht eine gültige Betriebsanlagengenehmigung, um aufsperren zu dürfen. Wenn allerdings ein Riesenbetrieb im Laska-Land aufsperrt, dann gilt das offenbar nicht mehr. Und das ist der eigentliche demokratiepolitische Skandal.

Wir haben deshalb eine Sachverhaltsdarstellung an die Behörde geschickt, in der wir die Einhaltung der bestehenden Gesetze einfordern (s. unten). Wird die Disco am Mittwoch in Betrieb gehen, werden wir weitere rechtliche Schritte unternehmen.

Abgesehen von der derzeitigen Rechtswidrigkeit zweifeln wir aber auch prinzipiell die Sinnhaftigkeit des Standorts an. Da die Disco von 22 Uhr bis in die frühen Morgenstunden geöffnet haben wird, werden bei weitem nicht alle BesucherInnen mit den öffentlichen Verkehrsmittel anreisen - einfach, weil um 3 Uhr Früh keine Öffis fahren - außer den Nachtbussen.

Viele BesucherInnen werden also mit dem eigenem Auto anreisen, am Abend das nahe Stuwerviertel zuparken und frühmorgens für empfindlichen Straßenlärm im bisher ruhigen Wohngebiet sorgen.

Wir verlangen daher weiterhin eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung im Stuwerviertel auch am Wochenende - ohne Mehrkosten für die AnrainerInnen. Außerdem muss sichergestellt werden, dass mit dem Auto anreisende DiscobesucherInnen Ihr Auto nur im Parkhaus West der Messe abstellen. Denn das steht in der Nacht sowieso immer leer.

 

Nachsatz: Natürlich freut es uns, wenn die ÖVP - laut Medienberichten - unsere Kritik teilt. Gleichzeitig hoffen wir, dass sie nicht wieder umfällt - so wie bei der Straßenbahnlinie 21.





Dateien:
Praterdisco-Sachverhaltsdarstellung-MBA-Fax-171008.doc


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