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Ulrike Böhmdorfer

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Ute Bock in der „Sozialkommission“ der Leopoldstadt

30.11.2007 | Topstory, Soziales/Gesundheit, Karmeliterviertel

„Wie kommt eine Ute Bock auf die Idee, sich um Ausländer zu kümmern? Und haben Sie gedacht, dass es einmal so explodieren würde?“ - Die Frage war ernst gemeint und in bester Absicht gestellt: Die Fragestellerin war die Vorsitzende der Sozialkommission (SÖP) im 2. Bezirk. Gefragt war – richtig – Ute Bock, die ihre Arbeit in der sehr selten einberufenen Sozialkommission vorstellt. Für uns stellt sich die Frage: Hat die SPÖ noch soziale Kompetenz? Lesen Sie mehr…


Ute Bock

Uns Grüne hat es sehr gefreut, dass Ute Bock  in die Sozialkommission des Bezirks eingeladen wurde, um von ihrer Arbeit zu berichten, welche sie zur Zeit in einem Haus in der Gr. Sperlgasse durchführt. Mit den oben zitierten Fragen eröffnete die SPÖ-Vorsitzende die Sitzung.
Nicht ohne sofort die soziale Vorzüge des Bezirks zu rühmen. Ein Beispiel führt sie an: Pater Mario in der Mexiko Kirche, als wäre das ein Verdienst der SPÖ.

Frau Bock erzählt, was sie erlebt und wie sie es erlebt. Sie erzählt von den bedürftigen Menschen in unserem Land, die Hilfe brauchen und die vom Staat keine Hilfe mehr bekommen.
Was wir alle von Frau Bock lernen können, ist, dass sie nicht wertet. Sie wertet nicht die Menschen nach ihrer Herkunft, nicht nach ihrer Hautfarbe, nicht nach ihrer Muttersprache. Eigentlich selbstverständlich, aber eben doch nicht. Sie verachtet Menschen nicht, die straffällig geworden sind. Sie bewertet nicht, wenn jemand kein Aufenthaltsrecht hat. Nur einmal, da wertet sie und stellt eine Frage an die Vorsitzende direkt:
„Die Menschen werden immer verzweifelter. Sie bekommen keine Grundsicherung mehr. Sie werden auf die Straße gestellt und vergessen. Das war doch nicht immer so, das war doch früher anders - besser - warum ist es so schlimm geworden? Warum?“
Eine Antwort bekommt sie nicht.

Wir finden, es ist eine Schande, dass die Regierung sich aus der Verantwortung gestohlen hat. Die schwarz-blaue Regierung war sozial völlig inakzeptabel. Aber was treibt die rot-schwarze Regierung an? Was treibt die SPÖ an? Warum entschärfen sie nicht die harten Gesetze? Die Sozialdemokraten haben keine soziale Kompetenz mehr. Sie verwechseln den Sozialstaat mit Benefizveranstaltungen. Sie sind stolz auf die freiwillige Arbeit der Ute Bock, obwohl sie erst mit ihrer menschenverachtenden Politik Ute Bock in schreckliche Umstände zwingen.

Die Vorsitzende bietet Ute Bock an, vor und während der nächsten Bezirksvertretungssitzung T-Shirts zu verkaufen, um so die Institution Ute Bock zu unterstützen.
Die Wiener SPÖ hat wohl vergessen, dass sie in dieser Stadt die absolute Stimmenmehrheit hat, und es ihr ein leichtes wäre, Frau Bock endlich ein angemessenes Haus zu Verfügung zu stellen, in dem sie die Asylwerber unterbringen, und sich um sie kümmern kann. Ein T-Shirt Stand zur Weihnachtszeit ist keine sozialpolitische Maßnahme.

Wenn schon Weihnachten vor der Tür steht, dann wünschen wir Grüne uns, dass soziales Gewissen wieder Einzug in die regierenden Parteien hält. Ute Bock wünschen wir viel Kraft, um die momentane soziale Kälte in unserem Land und in unserer Stadt weiter abzufangen.






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