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BR Wolfgang Kamptner

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Themenbereiche:
Verkehr, Augarten, BürgerInnenbeteiligung

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BürgerInnenversammlung EKZ Praterstadion: Kritik überwiegt!

25.06.2005 | Demokratie, Verkehr/Bezirksentwicklung, Wirtschaft/Budget, Umwelt, Prater, Handelskai

BV Kubik konnte bei der BürgerInnenversammlung zum EKZ Praterstadion die Befürchtungen der AnrainerInnen nicht entkräften. Im Gegenteil: Der Unmut über die Drüberfahr-Mentalität der SPÖ Leopoldstadt wuchs weiter.


Das HdB Praterstern war gerammelt voll.
Viele LeopoldstädterInnen protestierten
gegen das EKZ.

Viele Fragen blieben bei der BürgerInnenversammlung zum EKZ am 21.Juni unbeantwortet – zum Beispiel die Frage „Wer braucht so ein riesiges Einkaufszentrum?“
Zu hinterfragen ist auch der Stil der Veranstaltung, war sie doch mit vielen Showeffekten politischer Unkultur versehen, von echter BürgerInnenbeteiligung keine Spur. Umso erfreulicher ist es für uns, daß dies von kritischen BürgerInnen durchschaut und kritisiert wurde.

Die meisten Anwesenden ließen sich partout nicht einreden, dass die dringend nötige Nahversorgung gleich 23 000qm Verkaufsfläche aufweisen muß. Viele BürgerInnen äußerten sich aufgebracht über die fehlenden Informationen im Vorfeld und die nicht vorhandenen Möglichkeiten der Mitgestaltung und Mitsprache.
„Leopoldstädter sind keine Schweizer“, meinte Bezirksvorsteher Kubik und brachte damit zum Ausdruck, daß er von den Elementen der direkten Demokratie nichts hält. Seine Fraktion sei gewählt worden und werde deshalb entscheiden, was das Beste für den Bezirk sei. Basta.

Wir meinen, daß es in dem betreffenden Gebiet zwischen Messe und Praterstadion eindeutig an Nahversorgung mangelt. Dafür hätte aber ein echtes Nahversorgungszentrum in der ursprünglich geplanten Größe vom 8.000qm völlig gereicht. Das im Gemeinderat beschlossene Leitbild U2-Wehlistraße sieht mit einer Nettoverkaufsfläche von 8000qm für den Standort Stadionparkplatz eine ausgewogen dimensionierte Nahversorgung vor.
Das überdimensionierte EKZ Praterstadion wird aber massenhaft Kunden aus anderen Wiener Stadtteilen anlocken und Kaufkraft aus Tabor- und Praterstraße abziehen. Das führt dazu, daß die AnrainerInnen - und der Grüne Prater - eine erhöhte Luft- und Lärmbelastung durch den angelockten Autoverkehr ertragen werden müssen.






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