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BR Wolfgang Kamptner

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Praterstern: Kastanie fällt dem 80A zum Opfer

09.07.2008 | Topstory, Verkehr/Bezirksentwicklung, Umwelt, Prater, Volkertviertel, Rotensternviertel

Gestern Nacht wurde die riesige, wunderschöne Kastanie am Praterstern neben dem U1-Abgang gefällt. Genau dort soll der 80A seine Station bekommen. Ein weiteres Opfer der katastrophalen Umwelt- und Verkehrspolitik von SP-Bezirksvorsteher Kubik.


Schattenspender

Kleinholz

Der Umbau des Pratersterns in der geplanten Form wurde von uns Grünen vehement abgelehnt – nicht nur weil es nach dem Umbau keine Schienen mehr auf die Ostseite des Praterstern geben wird und damit der 21er endgültig nicht mehr auf seiner gesamten Strecke fahren kann.

Statt einem Rasen und einer Vielzahl von Bäumen soll in Zukunft auf der Westseite des Pratersterns Beton dominieren. Immerhin wird rund um das Tegethoff-Denkmal grüner Beton verwendet (*Achtung Ironie, aber kein Scherz…).

Im Sommer werden keine Bäume mehr Schatten und Kühle spenden, sondern die Fahrgäste werden in der Hitze auf die Linien 5 und O warten müssen – da kann das geplante Glasdach auch nicht viel helfen.

 

Dem Umbau sind bereits eine Reihe von wunderschönen Bäumen zum Opfer gefallen. Gestern Nacht musste – wie bei der SPÖ üblich in einer Nacht- und Nebelaktion – die wunderschöne Kastanie zwischen U1-Abgang und dem Polizeikommissariat daran glauben. Es ist wohl eine Ironie des Schicksals, dass genau dort, wo die Kastanie bis gestern gestanden hat, in Zukunft die Haltestelle des unnötigen Dieselbusses 80A sein wird. Das ist dieser Bus, der den 21er im Abschnitt Praterstern – Taborstraße ersetzen soll.

 

Wir werden alles daran setzen, dass der 21er zumindest zwischen Praterstern und Schwedenplatz in Zukunft wieder fahren wird. Dann wird der 80A dort nicht mehr seine Haltestelle haben und die Kastanie wird unnötigerweise gefällt worden sein.

 

SP-Bezirksvorsteher Kubik ist für den geplanten Praterstern-Umbau mit allen seinen negativen Begleiterscheinungen mitverantwortlich – er hat dazu seine Zustimmung gegeben. Genauso wie zur Einstellung des 21ers oder zu der unnötigen Fällung der 45 Platanen rund um das Happelstadion im Vorfeld der EURO 2008.

Die vorgezogenen Neuwahlen am 28.September sind bereits die erste Gelegenheit für alle enttäuschten LeopoldstädterInnen, ihm dafür die Rechnung zu präsentieren.

 






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