Linie 21: ein gebrochenes Wahlversprechen?
14.12.2006 | Topstory, Verkehr/Bezirksentwicklung, Karmeliterviertel, Rotensternviertel, Volkertviertel, Stuwerviertel
Es schaut ganz schlecht aus für den 21er. Bezirksvorsteher und Wr. Linien schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu.
Der Erhalt einer Straßenbahnlinie zwischen Schwedenplatz und Praterstern ist uns seit langem ein großes Anliegen. SPÖ-Bezirksvorsteher Kubik ließ uns im Gemeinderatswahlkampf wissen, er habe die Zusage der Wiener Linien, dass die Straßenbahn bleibe. Ein Jahr später wollten wir von ihm wissen, ob diese Zusage noch gilt. Erbost erklärte uns Kubik, dass er uns nur dann eine Garantieerklärung für den 21er geben könne, wenn er der Letztverantwortliche der Wiener Linien wäre. Tags darauf machte er offenbar einen Karrieresprung, denn in seiner Presseaussendung vom 27.9.2006 erklärte er wortwörtlich: „Selbstverständlich wird es auch nach Eröffnung der U2 eine Straßenbahnverbindung zwischen Praterstern und Schwedenplatz geben.“
Nach der Wahl ist alles anders. Bei einer Sitzung mit einem Vertreter des Bezirksvorstehers schlugen die Wiener Linien vor, den 21er ganz einzustellen und stattdessen den Bus 80A über die Heinestraße zu verlängern. Der Bezirksvertreter sagte sofort ja. Immerhin dürfen dann die Autos endlich von der Heinestraße nach links in die Taborstraße abbiegen. Ein Umfaller ersten Ranges. Wir Grüne werden weiterhin alles daran setzen, dass die Straßenbahn bleibt.
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