Platz für die Kinder der Volksschule Darwingasse, Teil 2: der ASKÖ
20.12.2006 | Anträge
In der Volksschule Darwingasse herrscht Raumnot. Wir haben daher beantragt, dass ein schulfremder Verein aus dem Schulgebäude auszieht. Unser Antrag vom 19.12.2006 wurde von allen Fraktionen angenommen.
Antrag
Die Bezirksvertretung Leopoldstadt ersucht die zuständigen Stellen der Stadt Wien höflichst, die Verträge betreffend der (Mit)verwendung durch den ASKÖ von Räumlichkeiten in der Volksschule Darwingasse mit Ausnahme des Turnsaales unter Einhaltung der vertraglichen Pflichten aufzukündigen.
Begründung
Im Wiener Schulgesetz ist klar geregelt, dass die zu Schulzwecken gewidmeten Gebäude nur dann zur vorübergehenden Mitverwendung für andere Zwecke zuführen sind, wenn dadurch die Verwendung für Schulzwecke nicht beeinträchtigt wird. Diese Beeinträchtigung liegt aber im gegenständlichen Fall eindeutig vor:
Im Gebäude der Volksschule Darwingasse werden insgesamt neun Klassen, drei Lerngruppen des Lern- und Freizeitklubs, drei Kindergartengruppen und drei Hortgruppen der Stadt Wien betreut. Die Mehrheit der Kinder verbringt fast den gesamten Tag im Gebäude. Das Raumangebot ist für alle mehr als unzureichend:
1. Die Volksschule
Der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund beträgt an der renommierten "Regenbogenschule" rund 80 Prozent. Um bei dieser schwierigen Ausgangslage guten Unterrichtserfolg zu erreichen, werden Klassen häufig in zwei Gruppen geteilt. In Ermangelung von Gruppenräumen in ausreichender Anzahl müssen die Kinder teilweise im Gangbereich der Schule unterrichtet werden. Gruppenräume werden dringend gebraucht.
2. Der Kindergarten und Hort
Der Kindergarten/Hort musste für einen Essraum den einzigen Entspannungs- und Spielraum opfern. Die Gruppenräume sind klein. Ein Raum zum Rückzug, zum Entspannen und Ausruhen wird gebraucht. Für Kindergarten- und Hortkinder.
3. Der Lern- und Freizeitklub
Der Lernklub betreut drei Gruppen von Unterrichtsende bis 17.00 Uhr. Da ihm lediglich ein einziger eigener Raum im Haus zur Verfügung steht, nutzen zwei Gruppen Klassenräume der Schule. Ein zweiter eigener Raum, der als Entspannungs- und Kuschelraum ausgestattet werden könnte, wird dringend gebraucht.
Vor dem Hintergrund der evidenten Raumnot im Schulgebäude, der Lage der Schule inmitten eines der am dichtesten verbauten Grätzel der Leopoldtstadt und der allgemeinen sozialen Benachteiligung vieler der Volksschulkinder erachtet die BV Leopoldstadt eine Kündigung des Mietvertrages der Räumlichkeiten mit Ausnahme des Turnsaales als sinnvoll.
Die Mitnutzung des Turnsaales ist weiterhin über ein Ansuchen an das Sportamt der Stadt Wien MA 51 abzuwickeln. Benötigt die Schule den Turnsaal, so kann diese Bewilligung widerrufen werden.
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