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Adi Hasch

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Themenbereiche:
Bezirksentwicklung, Grüner und Wurstelprater, Nordbahnhof, Schulen

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Weitere Baumfällungen beim Wiener Happel-Stadion!

04.11.2006 | Demokratie, Topstory, Umwelt, Prater

Nacht-und-Nebel-Aktion der Stadt Wien von Grünen AktivistInnen neuerlich gestoppt. Weitere 12 Bäume wurden gefällt. UEFA schreibt definitiv keine Baumfällungen vor.


In 75 Jahren gwachsen,
in 10 Minuten gekillt.

Kettensägen im Einsatz

Grüner Aktivist verhindert
weitere Fällungen

"Neue Fairness braucht das Land!?"

Noch gestern wurde ein Termin für ein Gespräch zwischen dem Grünen Umweltsprecher Rüdiger Maresch und der Leiterin des Wiener Sportamts, Fr. Hofmann für Mi., 15.11. um 13 Uhr vereinbart. Dabei wollte man über die genauen Gründe für die Fällung der 56 Bäume rund um das Ernst-Happel-Stadion reden und Alternativen suchen.

Nicht einmal 24 Stunden später erfolgter ein eklatanter "Vertrauensbruch" von Seiten der Stadt Wien. Samstag rückten die Fällungstrupps bereits frühmorgens an und konnten weitere 12 Bäume, darunter auch einige uralte Platanen fällen. Ein Großaufgebot von Ordnern des Stadions hinderte die Grüne „Baumrettung“ an dem Betreten der Fällungszone. Dennoch konnten einige Grüne die Absperrung überwinden und sich unter die Bäume setzen.

Daraufhin gab es intensive Verhandlungen zwischen dem Grünen Bezirksvorsteher-Stellvertreter Hasch, der Grünen Gemeinderätin Gretner, der Sportamtsleiterin Fr. Hofmann und der Polizei. Als Ergebnis wurden die Fällungsarbeiten neuerlich gestoppt und die Fällungstrupps rückten ab. Am Montag oder Dienstag soll es weitere Gespräche geben, bis dahin ruhen die Fällungsarbeiten. Nachdem die Stadt Wien aber bereits einmal eine entsprechende Vereinbarung getroffen hat, werden wir bis dahin die noch stehenden Bäume rund um die Uhr bewachen.

Bisher hatten sich die zuständigen PolitikerInnen hinter der UEFA versteckt und beteuert, dass die Baumfällungen Vorgaben der UEFA seien. Doch heute Vormittag haben wir das Antwortschreiben der UEFA erhalten. Darin heißt es wortwörtlich: "Ob Bäume gefällt werden oder nicht, liegt aber nicht im Entscheidungsbereich der UEFA bzw. ihrer Tochtergesellschaft Euro 2008 SA. Darüber haben die zuständigen Behörden in Wien zu entscheiden." Es wird in dem Brief zwar auf die notwendigen hohen Sicherheitsmaßnahmen für das sportliche Großereignis hingewiesen. Wir sind aber davon überzeugt, dass es alternative Lösungen für die Sicherheitsbedürfnisse gibt, als die Fällung aller Bäume.

Für uns stellen sich nun zwei Fragen:
1)    Aus welchen Gründen müssen die Bäume sterben? Für einen VIP-Parkplatz? Für eine Gastronomiemeile? Für die Übertragungswägen der Fernsehteams? Oder...? Das Märchen von den Sicherheitsbedenken der UEFA stimmt jedenfalls nicht.
2)    Wer wusste noch von der heutigen Nacht-und-Nebel-Aktion der Sportamtsleiterin? Deren Vorgesetzte, Sportstadträtin Laska? Der Leopoldstädter Bezirksvorsteher Kubik?

Die Antworten auf diese Fragen interessieren nicht nur uns brennend, sondern auch die Bevölkerung und die Medien.
Einen ersten Klärungsversuch wird es bereits bei der Bezirksvertretungssitzung am kommenden Dienstag, 7.Nov, am Bezirksamt (2, Karmelitergasse 9, 2. Stock, Sitzungssaal, 16:00h) geben, bei der wir die Hintergründe für die Fällungen zum Schwerpunktthema machen werden. Die Sitzung ist öffentlich und für jedermann/frau zugänglich. Wir sind alle schon sehr gespannt auf die Erklärungsversuche des SPÖ-Bezirksvorstehers.






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