Adi Hasch
Themenbereiche:
Bezirksentwicklung, Grüner und Wurstelprater, Nordbahnhof, Schulen
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Wurstelprater: erste Pläne sind da
24.02.2006 | Verkehr/Bezirksentwicklung, Stuwerviertel, Prater
Seit Jahren wird am Konzept für den Wiener Wurstelprater gefeilt. Der nun vorliegende Flächenwidmungsplan zeigt einige kritische Vorhaben.
Seit fast drei Jahren arbeitet der französische Themenpark-Unternehmer Mongon im Auftrag der Stadt hinter verschlossenen Türen an einem Konzept für den Wurstelprater. Die Präsentation des Masterplans ist für Mai 2006 angekündigt. Am nun vorliegenden „Gründruck“ der Flächenwidmungspläne, dem ersten Schritt im Flächenwidmungsverfahren, lässt sich aber schon Einiges ablesen.
Kritik an den ersten Plänen zum Prater neu
- Neue Parkhäuser und zusätzliche Parkflächen
Neue Parkhäuser und -flächen für insgesamt 1000 Stellplätze entlang der Ausstellungsstraße, bei der Messe-Wien und beim Schweizerhaus sind laut Flächenwidmung geplant. Sie würden noch mehr PKW-Verkehr in die ohnehin stark belastete Region ziehen. Und das, obwohl die U2 gerade direkt vor die Pratertore gebaut wird. Trauriges Detail am Rande: Eine 1,5 Meter hohe Mauer soll den Prater Richtung Stuwerviertel abschotten.
Für uns Grüne ist es auch völlig inakzeptabel, dass die traditionsreiche Wieselburger Bierinsel einer Garage weichen soll! - Ein neues Shopping-Zentrum
Alle Verbindungswege könne laut Flächenwidmung zu 25 % überbaut werden, die zentralen Wege können sogar bis zu 80% überplattet werden. Diese Umwandlung des Wurstelpraters in eine verglaste Einkaufs-Mall entspräche unserer Meinung nach in keiner Weise der ursprünglichen Nutzung der Vergnügungsmeile. - Kleine Wege verschwinden ganz
Teile der Nord-Süd Verbindungswege, der Karl-Kolarik-Weg, Hans Kraus Weg, sowie der Jantschweg könnten in Zukunft bebaut werden und daher zum Flanieren oder als Durchgang nicht mehr benutzt werden. Zum Schaden der AnrainerInnen, die vom Stuwerviertel nur mehr schwer in den Grünen Prater kommen.
Grüne Ideen für den Wurstelprater
Neue Parkhäuser sind nicht notwendig. Im Zuge der Messeneugestaltung sind bereits über 4.000 neue Parkplätze direkt neben dem Prater entstanden. Abgesehen von 2-3 großen Messen im Winter herrscht in diesen Garagen meist gähnende Leere. Und im Winter wird der Prater ja nicht gerade von den Besuchermassen gestürmt - was sich auch in Zukunft nicht ändern wird.
Geht es nach uns, dann soll der Wurstelprater autofrei werden. Ein Gesamtkonzept soll den Verkehr zwischen Prater, Messe und dem geplanten Einkaufszentrum beim Stadion regeln. Die Liliputbahn sollte mit Elektro- oder Solarmotoren ausgestattet werden und ihre Wegführung geändert werden. Weiters sollen Flanierwege vor etwaigen Einkaufsmalls den Vorzug erhalten.
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