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Retten wir unsere Postämter
Die Post will in der Leopoldstadt die Postämter Krummbaumgasse 2–4, Engerthstraße 191 und Wehlistraße 309 schließen. Stattdessen sollen Postschalter in den Bawag-Filialen in der Taborstraße, in der Lassallestraße und im neuen ÖGB-Gebäude eingerichtet werden. Dagegen protestieren wir laut.
In den ersten beiden Postämtern bilden sich bereits jetzt lange Warteschlangen vor den Schaltern. Wir befürchten, dass dies in einer Bankfiliale noch ärger wird. Außerdem schließt die Bawag viermal/Woche bereits um 15 Uhr. Zusätzlich ist die Bawag-Filiale in der Taborstraße 37 wegen der Stiegen vor dem Eingang nicht barrierefrei.
Beide Postämter liegen sehr zentral in den Wohngebieten Karmeliterviertel bzw. dem Grätzel neben der Mexikokirche. Die geplanten Ersatzstandorte liegen nur am Rande dieser Grätzel. Dadurch verlängern sich die Wege zum Postamt für die meisten BewohnerInnen. Das bedeutet v.a. für ältere Menschen Verschlechterungen.
Wir betrachten diese Schließungsabsichten kritisch und als weiteren Schlag gegen eine funktionierende Nahversorgung im Bezirk. Das Konzept der kurzen Wege in der Stadt erleidet dadurch einen Rückschlag. Im Karmeliterviertel kommt noch dazu, dass das Postamt ein wichtiges Element des Grätzelzentrums Karmelitermarkt darstellt. Wird das Postamt geschlossen, so hat dies auch negative Auswirkungen auf die Attraktivität des Karmelitermarkts. Deshalb gibt es auch schon eine private Initiative gegen die Schließung des Postamts in der Krummbaumgasse.
Daneben stellt sich noch die Frage, ob die Postdienste nun von Bankangestellten nebenbei ausgeführt werden und wie sich das auf die Qualität der Postdienstleistungen auswirkt.
Die bisherige Zusperrwelle von Postfilialen in ganz Österreich hat der teilprivatisierten Post bereits einen finanziellen Gewinn gebracht – auf Kosten von Arbeitsplätzen und der Qualität von Postdienstleistungen.
Wir sind der Meinung, dass nun schon genug rationalisiert wurde. Die Post ist eine öffentliche Dienstleistung und darf nicht kaputtgespart werden.
Deshalb haben wir eine Online-Petition an die nach dem Postmarktgesetz zuständige Verkehrministerin BM Bures gerichtet, die Sie unterzeichnen können (s.unten).
Sie können sich aber auch eine Unterschriftenliste runterladen und diese Listen ausgefüllt an uns retournieren: Grüne Leopoldstadt (Lindengasse 40, 1070 Wien).






